Spektrakulär - Folge 28: "Talk AUT loud - aber unaufgeregt"

Shownotes

„Talk AUT loud – aber unaufgeregt“

Unser erster zweisprachiger Talk mit den beiden Autismus-Fachleuten Maja Toudal und Bo Hejlskov Elvén. Wir haben ihn Mitte Juni in Bielefeld Live-Podcast aufgezeichnet. Im Publikum saßen die Gäste der internationalen AUTEA-Fachtagung 2026.

Mit uns auf der Bühne: Maja Toudal, eine autistische Psychologin aus Dänemark. Sie weiß, wie es ist, mit nicht-autistischen Eltern aufzuwachsen. Heute leistet sie als Therapeutin, Referentin und mit ihren Büchern Übersetzungshilfe. Und sie zieht selbst eine kleine Tochter groß.

Bo Hejlskov Elvén lebt und arbeitet als Neuropsychologe in Schweden. Auch er weiß, wie man Brücken zwischen autistischen und nicht-autistischen Menschen baut. Er hat selbst erwachsene autistische Kinder. Und er ist weltweit bekannt für sein Konzept des unaufgeregten Umgangs. Herausfordernde Situationen im Betreuungsalltag sind sein Spezialgebiet.

Wie können wir uns gegenseitig besser verstehen? Diese Frage treibt viele Eltern autistischer Kinder um. Wie vermeiden wir Missverständnisse? Auch in Schulen und Wohngruppen sorgt autismusfreundliche Kommunikation für ein entspannteres Miteinander. Wir haben diskutiert, wie wir da hinkommen.

Es gibt diese Folge in drei Varianten:

• einmal für deutschsprachige Hörer*innen mit Übersetzung (Deutsch)

• dann als bilinguales Original (Deutsch-Englisch)

• und für englischsprachige Hörer*innen mit Übersetzung (Englisch).

Unser Podcast ist ein Angebot des Martinsclub Bremen e.V.. Das Projekt wird gefördert durch die Heidehof-Stiftung, die Waldemar-Koch-Stiftung und die Aktion Mensch.

… Hinweis: Für Links zu externen Quellen übernehmen wir keine Gewähr

Unser Instagramkanal @spektrakulaer_podcast

Infos zu den Gästen

Maja Toudal, autistische Psychologin, Referentin, Autorin und Mutter eines Kleinkindes aus Dänemark

https://majatoudal.com/

Bücher: https://majatoudal.com/books/

Projekte; Podcast: https://energyaccounting.com/

Autistic tidbits and tangents – Podcast mit Dr. Kary Dymond

https://www.youtube.com/playlist?list=PLM55cb5Mh9zbhXTAR6o7tJIHjqswPkH-L

Bo Hejlkov Elvén, Neuropsychologe, Referent, Autor und Vater von autistischen Kindern aus Schweden

Webseite: https://eng.hejlskov.se/

Bücher:

Herausforderndes Verhalten vermeiden

https://www.dgvt-verlag.de/shop/herausforderndes-verhalten-vermeiden/

Handeln, Auswerten, Verändern

https://www.dgvt-verlag.de/shop/handeln-auswerten-veraendern/

Podcast: https://hejlskovogveje.podbean.com/

Studien und Artikel zur Interaktion von autistischen und nicht-autistischen Menschen

Britisch-amerikanische Studie (2025): “Information transfer within and between autistic and non-autistic people”

https://www.nature.com/articles/s41562-025-02163-z

https://www.researchgate.net/publication/391740905_Information_transfer_within_and_between_autistic_and_non-autistic_people

Britische Studie (2025): “Autistic and non-autistic prosocial decision-making: The impact of recipient neurotype”

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S3050656525001828

Fachartikel von Lars E. F. Johannessen (2025): Rethinking Face-to-Face Interaction: Lessons from Studies of “Autistic Sociality”

https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1002/symb.70017

Britische Studie (2023): “Seeking contexts that promote neurodiverse social success: Patterns of behavior during minimally-structured interaction settings in autistic and non-autistic youth”

https://www.cambridge.org/core/journals/development-and-psychopathology/article/abs/seeking-contexts-that-promote-neurodiverse-social-success-patterns-of-behavior-during-minimallystructured-interaction-settings-in-autistic-and-nonautistic-youth/8F7E19B99D10763A73990F9EE5740602

Stephen Fontenot (2020): Study Challenges Assumptions About Social Interaction Difficulties in Autism. https://news.utdallas.edu/health-medicine/autism-social-interactions-2020/

Autismusfreundliche Kommunikation statt Sozial-Training

Blogpost “Is there such a thing as ‘Neurodiversity Affirming Social Skills Training’?”

https://therapistndc.org/therapy/social-skills-training/

Mandy Wheeler (2020): What those not on the autism spectrum should know. (zu einer Aufklärungs-Initiative amerikanischer autistischer Studierender)

https://iidc.indiana.edu/irca/articles/what-those-not-on-the-autism-spectrum-should-know.html Michelle Garnett und Tony Attwood (2024): Wie Familien positiv mit Neurodiversität umgehen können (Übersetzung: Sigrid Andersen)

https://autismusinfo.com/wie-familien-positiv-mit-neurodiversitaet-umgehen-koennen/

Diverse Stadt Malmö

Infos und Zahlen von Nordregio, Nordeuropäisches Forschungszentrum für Regionalentwicklung (2026) https://pub.nordregio.org/r-2026-2-state-of-the-nordic-region-2026/nordic-population-diversity-by-country-of-birth-.html

SCB – Schwedische Datenbank, etwa zur Recherche zum Stichwort “Migration variables by municipality and sex. Year 1998 – 2023”

https://www.statistikdatabasen.scb.se/pxweb/en/ssd/START__AA__AA0003__AA0003C/IntGr2Kom/?rxid=16d12132-78b9-4852-990e-8fa2fe6963fa

OECD-Bericht “Working Together – Skills and Labour Market Integration of Immigrants and their Children in Sweden” (2016)

https://www.oecd.org/content/dam/oecd/en/publications/reports/2016/05/working-together-skills-and-labour-market-integration-of-immigrants-and-their-children-in-sweden_g1g68495/9789264257382-en.pdf

Infobroschüre von der Bundeszentrale für politische Bildung (2015)

https://www.bpb.de/system/files/dokument_pdf/Country%20Profile%20Sweden_2015_0.pdf

Stimming

Stimming als wichtige Ressource zur Selbstregulation in jeder Lebenslage

https://sachendenker.ch/stimming-repetitive-oder-stereotype-verhaltensweisen-bei-menschen-im-autismus-spektrum/

https://www.autismusspektrum.info/post/stimming-was-das-ist-und-wie-es-autisten-helfen-kann

PDA – Pathological Demand-Avoidance vs. Persistive Drive for Autonomy

Zu Unterschieden der unterschiedlichen Bezeichnungen

https://autismusinfo.com/pda/

https://autisplus.de/pathological-demand-avoidance-schulabsentismus-autismus-perspektivwechsel/

https://neurodiversitycentre.co.za/pathological-demand-avoidance-2/

https://www.umhan.com/articles/pathological-demand-avoidance-demand-avoidance-or-pervasive-drive-for-autonom

Computer-Spiele als Ressource und Kommunikationsmittel

https://link.springer.com/rwe/10.1007/978-3-658-18017-1_20-2

Älterer Artikel über Förderung von Kompetenzen durch Video-Games, etwas einseitig betont, dennoch lesenswert

https://www.ludologie.de/spiele/computerspiele/einfluss-von-video-computerspielen-auf-gesellschaft

Gilden (guilds) bei World of Warcraft, die für Maja in der „realen Welt“ unterstützend waren

https://wowwiki.fandom.com/de/wiki/Gilde

https://wowwiki.fandom.com/de/wiki/Kategorie:Gilden

https://www.giga.de/tipp/gilden-alles-was-ihr-wissen-muesst-world-of-warcraft-classic/

Im Gespräch erwähnte frühere Podcast-Folgen

Spektrakulär - Eltern erkunden Autismus. Folge 2: "Man kann sich durchaus ins Burnout maskieren." mit Martin Koliwer - Spektrakulär - Eltern erkunden Autismus – Podcast

Spektrakulär – Eltern erkunden Autismus. Folge 8: "Auch autistische Menschen untereinander sollten solidarisch sein." mit Imke Heuer

https://spektrakulaer.podigee.io/18-spektrakular-folge-8-autismus-live-und-direkt-die-publikumsfolge

Autonomie – autonomy

https://www.spektrum.de/lexikon/psychologie/autonomie/1809

Leseprobe aus dem Buch „Autonomie und Selbstwirksamkeit verstehen und stärken“ von Eva Schandro und Marcus Eckert (Hrsg)

https://www.apollon-hochschulverlag.de/wp-content/uploads/2024/04/Leseprobe_TsB06_Schandro_Eckert.pdf

Selbstbestimmung / Selfdetermination-Theory

Selfdetermination-Theory /Selbstbestimmungstheorie von Deci & Ryan https://selfdeterminationtheory.org/wp-content/uploads/2020/11/2020_SakanZuljevicRokvic_TheRoleofBPNinWellBeing.pdf

https://www.sciencedirect.com/topics/social-sciences/self-determination-theory

Einstimmung / Attunement

Daniel Sterns Begriff des attunements

https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC4278751/

“Es ist nie zu spät, aufzugeben

Bo zitiert den schwedischen Komiker Ronny Eriksson https://sv.wikipedia.org/wiki/Ronny_Eriksson

Furry Convention / Plüschtier-Charakter-Parade

Nordicfuzzcon in Malmö

https://nordicfuzzcon.org/

https://www.youtube.com/watch?v=8pMZBERwB5k

Furry Conventions allgemein

https://en.wikipedia.org/wiki/Furry_convention

https://www.ardmediathek.de/video/ndr-info/plueschig-und-flauschig-die-furry-convention-in-hamburg/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS81NWI5MWM4MS0zOTRhLTQ2ZTQtOGNjYS04MTQzOWFiZDhmMTk

Energiemanagement

Majas Konzept Energyaccounting (Energiebilanz)

https://energyaccounting.com/

Ein anderer Blog zum Thema

https://neurodinge.de/energiemanagement/

Transkript anzeigen

00:00:07:

00:00:12: Hallo,

00:00:13: mein Name ist Mirjam Rosentrede.

00:00:15: Ich bin Journalistin, Mutter eines Sohnes im Autismus-Spektrum und ich mache das hier nicht

00:00:20: alleine.

00:00:21: bei mir ist Marco Tide.

00:00:23: Ja moin!

00:00:24: Ich bin auch Vater eines Jungen im Spektrum Und ich arbeite als Therapeut und auch als Berater.

00:00:31: Es gibt zu dieser langen Version

00:00:33: unseres

00:00:33: Podcasts auch eine kurze, den Kurzpot.

00:00:36: Einen Manuskript

00:00:37: zu dieser Folge findet ihr auf unserer Seite spektrakulär.de.

00:00:44: Ja heute mit der autistischen Psychologin und Autorin Maja Tudel aus Dänemark an meiner Seite

00:00:52: Und mit Bo Heyskov-Elven, Psychologe und Autors Schweden.

00:00:57: Herzlich Willkommen zu unserer ersten internationalen Podcast-Folge hier beiden.

00:01:02: Wir werden heute unterstützt durch ein aufmerksames Dolmetscherinnen-Do, das ich gerade schon kurz um Ohr gehört habe und deswegen kurz irritiert innergehalten habe.

00:01:10: Daran werden wir uns aber gewöhnen hoffe ich.

00:01:13: Vielen Dank dass ihr das macht in eurer Schächerinnenkabine!

00:01:16: Und wir werden unterstützt through ein wunderbares Publikum hier auf der internationalen Autea Fachtagung Autismus im Dialog in Bielefeld.

00:01:24: Danke schön.

00:01:30: Unser Thema heute ist die autismusfreundliche Kommunikation oder wie wir es genannt haben, Talk Out Loud aber unaufgeregt.

00:01:40: Es geht um miteinander reden und ums Miteinander sein von autistischen und nicht-autistischem Menschen vor allen Dingen in Familien.

00:01:48: Wie stimmen wir uns besser aufeinander ein?

00:01:50: Und wie passen wir als Eltern unsere Kommunikations gegenüber unseren Kindern so an dass sie uns besser verstehen?

00:01:57: Wie machen wir das auch als fachliche Begleitung?

00:02:00: Marco ist ja auch in dem Kontext unterwegs, in der Autismustherapie.

00:02:04: Und wie können autistische Personen ihre Bedürfnisse und Wünsche unsverständlich machen?

00:02:11: Mit euch bringen wir ganz verschiedene Perspektiven zusammen.

00:02:15: Einmal die der Psychologin, die selbst Autistin ist

00:02:17: – und Mutter!

00:02:19: Das kommt ja auch noch dazu die eines der bekanntesten Experten für den unaufgeregten Umgang mit herausfordernden Situation im Betreuungsalltag, dann die von Marco aus der Autismustherapie und der Krisenintervention.

00:02:32: Und unser beider Erfahrung aus der Elternarbeit, aus der Elternselbsthilfe Arbeit also.

00:02:38: wir wollen verstehen wie man klarer und verständlicher kommunizieren

00:02:42: kann

00:02:43: und wie sich Missverständnisse und Krisen dadurch verhindern lassen.

00:02:48: Ich dachte, wir steigen mal im Praxisbeispiel ein.

00:02:50: Es gibt eins in deinem Buch hier von dir Bo.

00:02:53: Handeln auswerten und verändern das mich sehr berührt hat weil ich etwas ähnliches selbst erfahren habe mit meinem Sohn.

00:03:00: Das ist das Beispiel von Panilla die ihre Betreuungspersonen mit der ständig gleichen Frage nervt

00:03:09: Yes!

00:03:11: It's so nice to see the smile coming into your face Mako, willst du mal dieses kurze Beispiel aus dem Buch eben vorlesen?

00:03:24: Achso dafür muss ich dir das bringen.

00:03:25: Oh Gott jetzt muss ich hier meine ganze Gerätschaft mit rüber tragen.

00:03:27: Ja danke schön!

00:03:29: Guck mal hier.

00:03:30: Ich hab da.

00:03:34: Also Pernilla führ ja dadurch auf, dass sie ständig diese Befrage stellte, hast Du gesagt.

00:03:39: Dies wiederholte sich mehrmals am Tag und es spielte keine Rolle ob sie die Frage derselben Person bereits gestellt hatte.

00:03:47: Sie fragte immer nach dem Wochentag, das muss man vielleicht noch dazu sagen Ja,

00:03:50: nach dem Wochenende.

00:03:51: Was haben wir heute für einen Tag?

00:03:52: Und... Heute wäre ja Montag, ne?

00:03:55: Nee, Dienstag!

00:03:56: Und wenn es ausgestrahlt

00:03:57: ist, ist auch

00:03:58: Dienstag.

00:03:58: Ja gut, ich habe heute das Dienstag... Das ist

00:04:01: perfekt!

00:04:01: Heute ist Dienstag und am Ausstrahlen im Tag

00:04:02: auch.

00:04:03: Jetzt bin ich wieder völlig konfussig.

00:04:04: Fangen wir mal an, ja?

00:04:07: Also dies wieder holte sich mehrmals am Tag.

00:04:10: Ich hoffe meinen Vorlesen jetzt nicht.

00:04:12: Und das spielte keine Rolle ob sie die Frage derselben Person bereits gestellt hatte.

00:04:17: Die Betreuerinnen hatten verschiedene Vorgehensweise probiert.

00:04:22: Die Frage beantwortet, Penila auf das Wochenchema hingewiesen.

00:04:26: Hier ein Mutaktizaktor.

00:04:30: Gegenfragen wie?

00:04:31: Ja!

00:04:32: Welchen Tag haben wir denn heute gestellt?

00:04:36: und in der Regel antwortete Penila mit dem richtigen Tag.

00:04:39: Einige hatten versucht die Frage zu ignorieren und ihr nicht zu antworten.

00:04:46: Das

00:04:46: hatte den Effekt dass Penila aufdringlich wurde und ihre Frage ständig wiederholte.

00:04:53: Nach einigen Monaten begannen die Betreuerinnen, Penila auszuweichen – sie zu ignorieren.

00:05:01: Und wenn sie den Raum betrat so zu tun als ob sie gar nicht wahrgenommen wird.

00:05:08: In der Hoffnung, Penilla würde mit den ständigen Fragen nach dem Wochentag aufhören.

00:05:13: aber das war ja auch nicht der Fall!

00:05:16: Penina änderte lediglich die Fragestellung Hast du Moschee oder Schwanz?

00:05:24: Fragte sie nun.

00:05:27: Dies fanden einige der Betreuergruppe noch nerviger, man einigte sich darauf, Penilla völlig zu ignorieren und wenn Sie diese Frage stellten?

00:05:38: nach einigen Wochen griff Penilla den Betreurerinnen zwischen die Beine.

00:06:03: Um dieses Verhalten zu verstehen, müssen wir ein Persönlichkeitskonzept namens Extraversion betrachten.

00:06:10: Extraversion funktioniert so – wenn man eine niedrige Ausprägung hat, denkt man in sich selbst hinein.

00:06:16: Wenn man eine hohe Ausprägungen hat, denke man nur, wenn man mit anderen spricht.

00:06:22: Man braucht dann die Rückmeldung anderer um sie zu verstehen.

00:06:25: Bei den meisten Menschen ist Extraversion normal verteilt.

00:06:28: Die meisten liegen in der Mitte, im Durchschnitt liegen autistische Menschen etwas unter dieser Normalverteilung.

00:06:34: das bedeutet einige autistischen Menschen sind eher introvertiert aber es gibt auch extravertierte Autistinnen und Autisten Und da gibt es ein Problem Denn auf dieser Scala gilt wer eher extravertiert wird und gestresst wird braucht mehr Unterstützung.

00:06:51: Wer er introvertiert ist und gestresst wird, zieht sich vor anderen zurück.

00:06:56: Beim Autismus haben wir also zwei Gruppen – eine große und eine kleine.

00:07:00: Die Kleinegruppe nennen wir die autistischen Extravirtierten.

00:07:04: Es handelt sich dabei um einen Persönlichkeitsfaktor Und der ist Teil der Normalverteilung.

00:07:10: Jeder Mensch hat ein bestimmtes Maß an Extraversion.

00:07:13: Wenn jemand jedoch sehr extravertiert isst und gleichzeitig geringe soziale Kompetenzen hat Dann gibt es natürlich Probleme.

00:07:34: Was Penilla möchte ist folgendes.

00:07:36: Sie will mit Menschen reden, sie will Smalltalk machen.

00:07:39: also fragt sie welcher Tag es heute und die Leute sagen Dienstag!

00:07:45: Sie mag die Frage weil sie die Antwort kennt denn sie mag keine Überraschung Klar, dass sie deshalb eine Frage stellt, deren Antwort Sie kennt um Smalltalk zu betreiben.

00:07:55: Die Betreuungskräfte allerdings denken das sie kommunizieren will – sie glauben, daß sie wirklich wissen möchte welcher Tag ist und nachfragt weil sie unsicher ist.

00:08:05: Also nehmen sie den Wochenplan und sagen Geh doch hin und schau nach!

00:08:12: Aber das is nicht was sie will, sie will reden.

00:08:15: Darum fragt sie Welcher Tag es heute?

00:08:18: Und sie Dienstag.

00:08:21: Und nach einer Weile denkt sie sich,

00:08:23: oh

00:08:23: das ist aber kein besonders gutes Gespräch.

00:08:26: ich versuche es noch einmal.

00:08:28: Welcher Tag ist heute?

00:08:30: Und Sie antworten, Dienstag und das ist nicht!

00:08:34: Die Qualität dieses Small Talks ist wirklich ziemlich mies.

00:08:45: Um die Qualität zu verbessern müssen wir anders reden.

00:09:06: Was hier passiert ist, manche Leute sagen wir sollten ihr Verhalten ignorieren weil sie dann damit aufhört.

00:09:20: Man nennt das ein Verhalten auslöschen, ein behavioristisches Konzept.

00:09:25: Das klingt ihr Bedürfnis nach Smalltalk einfach!

00:09:28: Man muss Folgendes verstehen – Ein extrovertierter Mensch braucht eine andere Person, die ihn widerspiegelt um zu begreifen dass er existiert.

00:09:35: Wenn wir aufhören mit Panilla zu reden hat sie das Gefühl zu verschwinden.

00:09:40: Deshalb wären ihre Fragen provokanter und wenn das nicht funktioniert greift sie eben zu oder macht Ähnliches.

00:09:47: Die Verhaltensweisen, die wir in dieser Gruppe beobachten sind immer dieselben.

00:09:52: Kneifen ist das eine!

00:09:53: Hat das schon mal jemand von euch aus probiert?

00:09:56: Es funktioniert wirklich nicht wahr?

00:09:58: Zugreifen also oder auch die Brille weg schnappen?

00:10:01: Blob!

00:10:02: Ist ebenfalls sehr effektiv.

00:10:13: Sie machen das um... Wie sagt man, eine Reaktion von anderen zu provozieren?

00:10:19: Wir sind auf Reaktionen aus.

00:10:21: Genau darum geht es bei Smalltalk.

00:10:23: Smalltalk ist ein geben und nehmen – ein abwechselndes Reden!

00:10:28: Und wenn nichts anderes funktioniert kann man einem die Brille wegnehmen und zerbrechen.

00:10:33: Dann passiert etwas.

00:10:34: Das funktioniert jedes Mal.

00:10:36: Die Sache ist die….

00:10:38: Daniel Rippon, ein britischer Psychologe hat in seiner Doktorarbeit Stressfaktoren bei Betreuungskräften untersucht.

00:10:44: Der größte Stressfaktor für sie waren natürlich andere Mitarbeitende.

00:10:56: Aber an zweiter Stelle standen Menschen, die immer wieder dieselbe Frage stellten.

00:11:00: Die Forschenden haben den Stress, die Stresshormone im Haar gemessen – tatsächlich so dass sie ihn nachweisen konnten!

00:11:06: Wenn sie mit jemandem arbeiten, der ständig dieselbe Frage stellt geraten die Betreuungskräfte sehr in Stress.

00:11:12: Aber ich denke das kommt daher dass ihr die Situation nicht verstehen.

00:11:17: Wenn ich mit solchen Menschen arbeite finden wir einen Weg mit dieser Person zu reden und auch wir finden wir sollten nicht so stark auf Ihr Verhalten reagieren aber wir wissen Wir müssen das Bedürfnis stillen Und zwar hoffentlich im Voraus.

00:11:40: Also probieren wir viele Dinge aus, um die Person zum Lachen zu bringen.

00:11:43: Wir versuchen, die Person auf positive Weise zu unterbrechen und ja das ist zeitaufwendig aber es ist sowieso zeitaufwändig.

00:11:51: Es spielt also keine Rolle Und besser man handelt vorausschauend Denn unsere sozialen Initiativen haben eine höhere soziale Qualität als ihre.

00:12:00: Deshalb versuchen wir möglichst vorher zu kommunizieren.

00:12:11: Aber was passiert in Teams?

00:12:13: Wenn man so eine Person hat und sie den Raum betritt, drehen die Mitarbeitenden ihr den Rücken zu.

00:12:18: Sie machen das weil es schwierig wird und arbeiten sozusagen mit dem Rücken zur ihr, weil sie hoffen dass sich an jemand anderen wendet.

00:12:24: aber ist es so... Wenn sie sich an jemand Anderen wendet, wird auch der nicht antworten weil alle darauf hoffen, jemand anderes wird ihr antwort.

00:12:33: So läuft alles um Sie herum sehr langsam ab und das frustriert sie – genau dann eskaliert das Verhalten!

00:12:48: Was wir also tun müssen, wenn ich die Verantwortung habe und zwar für eine Stunde beantworte ich jede Frage.

00:12:55: Ich versuche ein gutes Gespräch zu führen.

00:12:57: Ich konzentriere mich ganz auf sie – und der Rest muss sich darüber keine Gedanken machen!

00:13:02: Und nach einer Stunde ist dann jemand anderes an der Reihe.

00:13:05: Was bedeutet?

00:13:06: Ich kann mich entspannen und die andere Person schenkt ihr volle Aufmerksamkeit.

00:13:12: Wenn Leute jetzt einwenden aber das ist schon sehr viel Aufmerksamkeit Stimmt.

00:13:18: Aber sie beansprucht diese Aufmerksamkeit ja ohnehin!

00:13:21: Also sollten wir Sie ihr lieber in hoher Qualität geben, denn das schaffen wir vielleicht zehn Minuten und müssen die nächsten zwanzig Minuten nichts tun – und dann auch mal zehn Minuten oder wieder zwanzich Minuten Ruhe, denn es ist ein Bedürfnis, dass wir erfüllen

00:13:35: müssen.".

00:13:38: Wie

00:13:47: hast du diese Geschichte empfunden?

00:13:50: Ich habe gemerkt, dass du sehr mitgegangen

00:13:52: bist.

00:13:54: Konntest du dich in Penilla da hineinversetzen wie sie sich vielleicht dann fühlt wenn das passiert?

00:14:14: Also ich stimme bohvoll und ganz zu.

00:14:17: Ich denke, sie sucht Verbindung.

00:14:20: Sie möchte Teil einer sozialen Gruppe sein aber sie weiß nicht wie und weil sie keine Strategien hat das auf eine Weise zu tun die die Betreuungskräfte vielleicht interessanter anregender oder sympathischer finden greift sie oft zurück was sie kann.

00:14:53: Wenn sie diese Strategien nicht hat, dann muss jemand anderes entweder bereits über die Strategien verfügen oder sie entwickeln und sie in ihrem Sinne einsetzen.

00:15:05: Denn was sie sucht ist diese menschliche Verbindung.

00:15:31: Und wenn wir dieses Verlangen nach Aufmerksamkeit bestrafen, indem wir es ignorieren und uns körperlich abwenden von einem Menschen der nach Verbindung sucht.

00:15:44: Grundlegendes menschliches Bedürfnis hat, dann bestrafen wir etwas das einfach menschlich ist.

00:15:52: Und wir bestraffen sie dafür dass sie keine Strategie hat.

00:15:56: Vielleicht ist es der autistische Teil in mir und nicht der professionelle der gerade reagiert aber ich finde es grausam.

00:16:12: Es ist sehr grausam.

00:16:21: Ich

00:16:22: würde wirklich versuchen, wie du sagst andere Wege zu finden um auf ihre Fragen zu antworten.

00:16:28: wenn ihr dieses Bedürfnis nach Gespräch erkennt und dass sie aber vielleicht nicht weiß wie sie es ausdrücken soll die Kapazität, für die Unvorhersehbarkeit neue Antworten auf ihre Fragen hat.

00:16:52: An manchen Tagen könnte sie sehr positiv auf Folgendes reagieren.

00:16:56: Oh weißt du?

00:16:58: Heute ist Dienstag!

00:16:59: Was machst

00:16:59: Du normalerweise an Dienstagen

00:17:01: oder auch eine andere Variation und an anderen Tagen könnte das schon zu viel sein.

00:17:07: Dann sucht sie einfach nach, heute ist Dienstag.

00:17:11: Oh ja!

00:17:12: Ich weiß, heute isst Dienstag... Welcher Tag ist heute?

00:17:15: Es ist Dienstag.

00:17:16: Ja es ist Dienstags.

00:17:19: An manchen Tagen ist das vielleicht ihr Leistungsvermögen und das ist auch ganz in Ordnung

00:17:24: so.

00:17:29: Sie möchte trotzdem einfach nur Verbindung und das Gefühl dazu zu gewöhnen einer Herde zu sein.

00:17:38: Und

00:17:46: wahrscheinlich auch Sicherheit haben, also Sicherheit dadurch bekommen dass sie das sagen kann oder?

00:18:05: Ja

00:18:06: und dass sie diese Verbindung suchen darf, das Sie dazugehören darf.

00:18:10: Und dass sie nicht ausgeschlossen wird nur weil sie es versucht?

00:18:15: Und tatsächlich – das ist interessant!

00:18:17: Wir wissen, dass es autistische Menschen gibt die sehr introvertiert sind und nicht so viel soziale Verbindung suchen.

00:18:25: Aber es gibt auch Studien, die zeigen, häufig die nicht autistischen Menschen, die sozialen Initiativen der autistische Menschen abweisen.

00:18:45: Also geht es nicht nur darum dass wir nicht sozial sein wollen sondern auch darum das wir so viele Erfahrungen mit Ablehnung haben und ich denke das gilt für jede Gruppe unter Gruppe innerhalb der autistischen Menschen.

00:19:11: Ich glaube in jedem Teil der autisten Gemeinschaft, der in der Lage ist eine Arbeit nachzugehen und recht gut zu funktionieren gilt je größer die Diskrepanz zwischen den sozialen Bedürfnissen.

00:19:26: Daher empfinde ich diese Gruppe als die depressivste.

00:19:40: Ich habe mit einem Mann zusammengearbeitet, der war total musikbegeistert und redete ständig über Musik Aber nicht jeder mochte es ständig über Musik zu reden, deshalb hat er Schwierigkeiten Freunde zu finden.

00:19:51: Und der ging auf eine Art auf andere zu die nicht besonders gut ankam.

00:19:55: und dann dachten wir... Er braucht einen Job!

00:19:58: Wir haben ihm damals einen Job in einem Plattenladen besorgt.

00:20:02: Wissen Sie?

00:20:03: Ich bin schon alt.

00:20:04: Früher gab's noch Plattenläden.

00:20:19: Er

00:20:19: arbeitete also in einem Plattenladen, aber das Problem war er wollte den Leuten nicht die Platten verkaufen wie sie wollten.

00:20:26: Es macht ihm mehr Spaß zu sagen Das ist beschissene Musik.

00:20:29: du sollst dir stattdessen diese anhören.

00:20:32: Also hatte er zwei Wochen lang einen Job und wurde dann dort wieder gefeuert.

00:20:42: Es gibt also viel Leid für ihn, weil er in jeder Situation, in die er Gerät dazu neigt alles zu vermasseln.

00:20:47: Dabei sucht er eigentlich nur den besten emotionalen Kontakt.

00:20:52: Bei

00:20:55: uns habe ich ja gesagt war das bei unserem Sohn ganz ähnlich auch immer mit der nervenden Frage jeden Morgen bei allen Lehrkräften in der Schule Und diejenigen, mit denen unser Sohn sowieso gut klarkam, die hat das überhaupt nicht genervt.

00:21:09: Wir haben gesagt, wieso sage ich das?

00:21:10: Es ist doch ein netter Kerl und lustig!

00:21:13: Also finde ich wir machen uns da immer einen Scherz

00:21:15: draus.

00:21:17: andere haben daraus ein Riesenproblem gemacht und sind also auf mich als Mutter zurückgekommen und haben gesagt Das kommt hier gar nicht gut an.

00:21:24: bei den anderen Kids Die finden es auch nervig und sie machen sich drüber lustig und wir müssen gucken dass er das Verhalten ändert.

00:21:31: und dann landet es bei mir als Mutter Und dann bin ich in so einer Vermittlerposition, die mich dann immer sehr gestört hat weil ich gedacht habe wie kommt man zu dieser Auffassung dass es darum geht einen Verhalten so zu verändern?

00:21:49: das ist niemanden mehr nervt als Lehrkraft.

00:21:55: Die Frage die ich jetzt noch stellen wollte ist wir erleben das als Eltern Zuhause ja auch mit unseren Kindern.

00:22:02: die monologisieren gerne Die reden uns in Kühlschrank ans Ohr, wie man im Deutschen sagt.

00:22:07: Manchmal mit ihrem Lieblingsthema und wir möchten ja auch ein bisschen dahin kommen einen Dialog mal zu führen also in so eine Wechselseitigkeit dass unsere Kinder uns vielleicht auch meine Frage stellen Wie kommt man da hin?

00:22:24: Ja

00:22:26: für mich ist das Behäber sehr viel.

00:22:31: Für mich ist dieses Verhalten in hohem Maß eine Folge der Behinderung.

00:22:34: Das heißt, wenn wir das Verhalten ändern wollen müssen wir die Behinderungen ändern und dass es nicht möglich.

00:22:40: Für mich geht es ausschließlich um Anpassung.

00:22:42: Es geht darum zu verstehen warum tut er etwas?

00:22:45: Wir müssen uns so darauf einstellen, dass es funktioniert.

00:22:50: Ein weiteres Beispiel ich lebe in Malmö.

00:22:52: Malmø in Schweden.

00:22:54: Malmoe ist einer der vielfältigsten Städte Europas was die ethnische Zusammensetzung angeht.

00:22:59: In Schweden gibt es zwei Städte, die extrem vielfältig sind.

00:23:02: Eine ist Söder-Tolje, wo achtzig Prozent der Bevölkerung arabischer Herkunfts sind.

00:23:07: In Malmösien fünfzig Prozent, der dreihunderttausend Einwohner außerhalb Europas geboren – ich lebe dort!

00:23:13: Es ist eine fantastische

00:23:14: Stadt.".

00:23:19: Wir

00:23:27: hatten ein Problem mit diesem einen Kerl.

00:23:30: Der hat, um Kontakt herzustellen, seine Hand zwischen die Gesäßbacken von Männern geschoben und zugedrückt – aber nur bei schwarzhaarigen Männern!

00:23:38: Und das lag daran, dass es in manchen Kulturen ein stärkeres Matscho-ideal gibt.

00:23:44: Wir haben viele Menschen aus Südamerika und viele aus arabischsprachigen Ländern.

00:23:48: Er fand, sie würden viel besser reagieren.

00:23:50: Er dachte, nur ein blindermann würde das nicht

00:23:52: tun.".

00:23:53: Bei brünetten Männern hat er es nicht gemacht.

00:24:04: Natürlich hat er verstanden, dass es Unterschiede zwischen Menschen gibt.

00:24:08: nur er dachte eben Es geht um die Haarfarbe und hat zugegriffen und zugedrückt.

00:24:15: Wir haben dann Folgendes gemacht Immer wenn ein schwarz-hariger Mann bei ihm einen Job anfing starteten wir ihn mit Gesäßschutz aus.

00:24:22: In den ersten zwei Monaten konnte der Kerl also tun, was er wollte.

00:24:26: Er machte es vielleicht fünfmal und es passierte nichts – dann hörte er bei dieser Person einfach auf!

00:24:32: Und dann konnten wir anfangen mit ihm zu arbeiten und herausfinden wie wir auf positive Weise mit ihm in Kontakt treten.

00:24:40: Wenn

00:24:47: er nicht hinter einen kamen, konnte man mit ihm im Kontakt treden.

00:24:50: Ansonsten versucht er ständig hinter dich zu kommen.

00:24:53: Das war schwierig, wenn man anfing mit ihm zu arbeiten.

00:24:56: Aber wir müssen verstehen dass das Teil der Behinderung ist.

00:24:59: Das können wir nicht ändern.

00:25:01: also müssen wir uns gewissermaßen darauf einstellen damit wir mit der Arbeit beginnen können und das ist sehr wichtig.

00:25:08: ich denke es geht um Anpassungen.

00:25:22: Für mich als Neuropsychologe ist das ganz einfach.

00:25:25: Es ist nicht schwierig, ich möchte Menschen nicht trainieren.

00:25:29: Ich möchte Menschen fördern ihnen das Recht geben so zu sein wie sie sind und dann können Sie entscheiden ob sie etwas trainieren wollen.

00:25:37: Ich halte es für sehr wichtig Und die meisten Kinder wollen Dinge trainieren.

00:25:41: Das ist gar nicht das Problem keine Frage Wir müssen nur eben diese Momente nutzen und mit dem Training beginnen.

00:25:56: Ich würde jedoch niemals sagen, er muss das trainieren.

00:25:59: Das ist nicht meine Aufgabe!

00:26:01: Meine Aufgabe ist es darauf hinzuweisen dass Herr Menschenrechte hat und eines davon ist die Selbstbestimmung.

00:26:07: Selbstbestimmung ist ein grundlegendes Menschenrecht.

00:26:11: Wenn er das also tun möchte müssen wir uns in gewisser Weise darauf einstellen so dass es für uns kein Problem mehr ist.

00:26:17: dann können wir tatsächlich arbeiten.

00:26:20: Das bedeutet, dass wir vielleicht einige Dinge vorbereiten.

00:26:23: Zum Beispiel bestimmte Bereiche absichern aber das war es dann auch schon und dann schauen wir wie sich die Dinge entwickeln.

00:26:29: Das würde ich tun!

00:26:58: Ich denke es geht auch oft einfach darum zu erkennen, dass das immer wieder dieselbe Frage zu stellen oder immer wieder dasselbe zu tun eine der Möglichkeiten ist wie wir uns in einer sehr unberechenbaren Welt sicher fühlen.

00:27:15: Manchmal können andere das, was wir tun als nervig empfinden.

00:27:19: Aber für uns ist es einfach... Es fühlt sich sicher an!

00:27:25: Ich hatte eine Serie von Cartoonen, die ich wieder und wieder wie ein Kind watchte.

00:27:40: Ich weiß nicht, wie viele Hunderts der Zeit ich diese VHS-Tapes aufsehe.

00:27:51: Und ich weiß nicht mehr, wie viel meine Mutter es hat.

00:27:57: sicher angefühlt, ich wusste genau was passieren würde.

00:28:00: Wann es passieren würde?

00:28:02: Ich wusste, was die Figuren sagen würden und die Geräusche, die kommen würden, wann sie schreien und wenn sie leise sprechen würden... Ich wuste genau was passieren würde!

00:28:11: Ich kannte diese Filme in und auswendig.

00:28:15: Und ich denke, wenn ich Sie heute anschauen würde, würde ich Sie immer noch fast auswendigt kennen.

00:28:20: Ich habe Sie seit dreißig Jahren nicht mehr gesehen, wissen

00:28:23: Sie?!

00:28:25: Es kann nervig wirken und manchmal sogar störend sein, aber für uns ist das sicher.

00:28:44: Und

00:28:44: ich glaube auch dass es ganz normal ist.

00:28:47: Menschen ohne Autismus suchen ebenfalls das sichere und vorhersehbare.

00:28:51: Wir alle mögen

00:28:53: das Ja, das

00:29:01: vorhersehbar.

00:29:05: Wir sehen nur dass es in der autistischen Welt wichtiger ist und vielleicht sind es andere Aktivitäten die für die Sicherheit sorgen.

00:29:11: aber das Konzept ist menschlich.

00:29:16: Genau das ist es!

00:29:18: Als ich Marco dieses Beispiel rausgesucht habe aus dem Buch Da ist dir eine Situation eingefallen, die dich

00:29:25: als

00:29:25: Vater der aber auch in Schulen geht.

00:29:27: Als Berater total angegriffen hat, als ein Lehrer mal gesagt hat ich kann das aber doch nicht durchgehen lassen.

00:29:34: Ich muss hier mein Gesicht waren dieser Typ zu dir.

00:29:37: Das

00:29:41: diese Haltung von Menschen dahinter, die dann da völlig dem entgegen steht einfach nur praxisorientiert zu denken?

00:29:50: Gut, ich dachte du meinst gerade ein anderes Beispiel was meinen Sohn betraf weil wir auch als Eltern sprechen.

00:29:56: Ich kann ja kurz nochmal auf den Lehrer eingehen der also sagte Ja das Mädchen muss dann seine Aufgaben ihre Aufgaben fertig machen und dann bekommt sie ihre Stöckchen mit denen sie so gern spielt.

00:30:07: Offensichtlich waren das Fetched Toys oder Stimming Tools mutmaßig.

00:30:13: und dann sagt sich Und wenn sie das nicht machen, dann machen wir so bisschen didaktische Klimmzüge und tun so als ob sie die Aufgabe fertig hat.

00:30:22: Dann kriegt sie die Stöcke weil wir müssen ja unsere Gesicht waren.

00:30:26: Da habe ich ein bisschen komisch geguckt meinte Wenn das aber ihre Stimmingtools sind also Sie dadurch auch eine Sicherheit gewinnt und überhaupt erst mal die ganze Reizverarbeitung klarkriegen.

00:30:39: Das ist so ein bisschen wie wenn du zu einem Und

00:31:03: ein.

00:31:03: welches Beispiel hattest du gedacht mit deinem Sohn?

00:31:07: In

00:31:07: welches Erlebnis?

00:31:08: Was du gerade meintest.

00:31:09: Das passt nochmal in diese Unterbrechung, die du gerade geschildert hast wenn du dann diese Filme nicht zu Ende gucken konntest.

00:31:17: also ich habe lange Zeit gebraucht bis ich als Vater kapiert hab dass mein Sohn eben auch einen Übergang braucht als ich ihn aus einer Kindergruppe abgeholt habe und er war noch am Spielen und ich kam irgendwie von der Arbeit etwas gestresst und genervt sag so jetzt mach dich mal fertig wir wollen los ging aber richtig die Post ab und er ist regelmäßig schreiend weggelaufen, sagt nein Papa ich will nicht weil er war immer noch im Spiel in dem er sich gerade reingefunden hat indem er sich sicher und vertraut gefühlt hat.

00:31:52: Und jetzt komme ich da und reiß ihn daraus bis ich irgendwann mal vielleicht so eine Idee gefunden habe von Ich komm erstmal an und sag hallo ich bin da ich gehe erst einmal zu den anderen dass er mich nur wahrnimmt vielleicht schon weiß, es wird demnächst da hingehen.

00:32:10: Aber da wusste ich auch noch nicht, dass er im Spektrum ist.

00:32:12: Das ist dann erst ein paar Jahre später Erfolg weil ich immer wieder diese Konflikte hatte und merkte komisch also wenn ich über meine Klienten nachdenke hat das Ähnlichkeit.

00:32:23: Dann sind wir auf die Idee gekommen ach das könnte ja auch ein Autist sein aber immer wieder auch nachzuvollziehen was gibt meinen Kindern Sicherheit brauchen sie für die Übergänge, also eben auch viel mehr Zeit.

00:32:40: Und... Für mich stellt sich dann ja auch die Frage, die ich dann gerne auch an dich weiterleite, wie können wir denn das was wir hier eigentlich gerade auf viel auf professioneller Ebene besprochen haben?

00:32:53: Auch auf die Elternebene übertragen, dass die Eltern eine Idee davon kriegen, wie Sie dann also in der Hand sich kommunizieren können damit es für das Kind verständlich ist und Eltern aber auch die Kommunikationsweise des Kindes verstanden, weil dieses Rumschreien sich verweigern ist ja auch eine Kommunikation.

00:33:13: Das habe ich auch lange nicht verstanden.

00:33:26: Es hängt auch von der Art des Verhaltens ab.

00:33:28: natürlich sind manche Verhaltungsweisen extrem Und man muss manchmal schnell reagieren.

00:33:37: Ich habe einen kleinen Kind und kleine Kinder machen verrückte Dinge, egal ob sie autistisch sind oder nicht.

00:33:44: Manchmal muss man sehr, sehr schnell etwas tun um ein Kind vor Schmerzen zu bewahren.

00:33:50: Sie mögen das nicht aber man muss es einfach tun.

00:33:53: also in Situationen in denen wenn etwas gefährlich ist dann greifen wir zuerst

00:33:58: ein und

00:33:58: danach klären wie wir die Situation gelöst bekommen.

00:34:04: Wenn es nicht absolut gefährlich ist, schauen wir zurück um zu verstehen warum das Kind so reagiert hat.

00:34:10: Ich werde ein persönliches Beispiel benutzen Ein sehr mildes

00:34:27: ich.

00:34:29: Ich weiß noch nicht, ob meine Tochter autistisch ist.

00:34:32: ich bin ziemlich sicher dass sie mein adhs hat aber wir werden sehen.

00:34:35: Sie bekommt manchmal Zugang zu einem iPad in der Wohnung von ihrer Großmutter und sie wird sehr wütend wenn wir es ausschalten.

00:34:42: Aber das ist ganz logisch Denn wir unterbrechen sie ja bei etwas was sie gerade tut.

00:34:47: aber

00:34:48: Wenn man ihr die Möglichkeit gibt es selbst auszuschalten dann kann sie es.

00:34:58: Es geht darum, können wir verstehen woher die Reaktion kommt und wie können wir der Person egal wie alt sie ist, egal welche Unterstützung sie braucht.

00:35:09: Wie können wir ihr die Autonomie geben zu handeln um etwas Kontrolle in der Situation zu haben?

00:35:19: Normalerweise wird man feststellen dass die Reakktion reduzierter ausfallen wird.

00:35:24: also autonomie selbstbestimmung Das ist der Schlüssel.

00:35:30: Das ist immer wichtig!

00:35:48: Und

00:35:50: je älter man wird, desto wichtiger wird natürlich die Selbstbestimmung.

00:35:54: Sie muss während der Entwicklung größer werden.

00:35:58: Deshalb muss man sich auch manchmal die Frage stellen, ob man das Kind vielleicht zurückhält indem man ihm nicht mehr Autonomie gibt.

00:36:08: Manchmal gibt man mehr und bringt ihnen mehr bei und ist für sie da auch wenn es schwierig

00:36:14: ist.

00:36:30: Ich

00:36:30: glaube auch, dass wir das Konzept der Autonomie verstehen müssen.

00:36:35: Desi und Ryan die die sogenannte Selbstbestimmungstheorie formuliert haben sagen, Autonomies ist ein Gefühl.

00:36:43: Ich bin zum Beispiel mit meinem Auto hier hergefahren.

00:36:45: Als ich gestern morgen zu meinem Auto ging traf ich die erste Entscheidung.

00:36:54: Fahre ich auf der rechten oder linken Straßenseite?

00:36:57: Nein, das habe ich nicht.

00:37:04: Da

00:37:05: gab es keine Wahlmöglichkeit!

00:37:06: Ich bin auf der rechten Straßenseite gefahren weil in Deutschland, Dänemark und Schweden den Ländern durch die ich gefahren bin.

00:37:13: Rechtsverkehr herrscht.

00:37:15: Die nächste Entscheidung traf ich als ich an die erste Kreuzung kam eine Kreuzungen mit einem Warndreieck.

00:37:20: da musste ich entscheiden soll ich das Warn-Dreiecke beachten oder einfach weiterfahren?

00:37:26: Nein, ich habe das Warndreieck beachtet.

00:37:31: Den ganzen Weg hierher habe ich mich also größtenteils an die Regeln gehalten.

00:37:36: Hatte ich im Autoautonomie?

00:37:38: Habe ich entschieden wohin es geht?

00:37:40: Nein!

00:37:41: Das hat Marike Conti getan – die Gastgeberin dieser Konferenz.

00:37:48: Hab' ich entschieden welche Straßen ich nehme?

00:37:51: Ja… aber ich benutze ein Navi damit ich weiß wo's langgeht.

00:37:55: Also vertraue ich dem Navi.

00:37:58: Was bleibt also von meiner

00:38:02: Autonomie?

00:38:05: Ich kann entscheiden, welche Musik ich höre – aber nur wenn ich allein im Auto bin!

00:38:09: Denn ich höere Musik und zwar richtig alte Musik von den Achtzehundertfünfzigern bis zu den Neunzehnhundertan.

00:38:15: Das ist mein besonderes Interesse.

00:38:17: Und vor allem viele Aufnahmen des selben Lides.

00:38:20: Also erstelle ich Playlists die aus einem Lead in fünfzig verschiedenen Versionen bestehen.

00:38:25: Die höre ich immer und immer wieder an.

00:38:27: Und das kann niemand aushaar mir!

00:38:38: Das

00:38:38: bedeutet also, dass sich meine Musik nie hören kann wenn andere Leute im Auto sind.

00:38:43: Denn dann schränke ich eigentlich ihre Autonomie ein – und das darf ich nicht tun.

00:38:49: Also war das die einzige Autonomie, die ich hatte weil ich allein im Auto war.

00:38:53: Ich konnte über die Musik entscheiden...

00:39:08: ...ich

00:39:08: fühlte mich auch wieder König der Autobahn mit meinen fourhundertundzwanzig Pferdestärken aber dies nutze ich nicht!

00:39:15: Das ist dieses Gefühl der Autonomien Und ich denke, in der Autismuspädagogik geht es oft darum herauszufinden wie wir Menschen ein Gefühl der Autonomie vermitteln können.

00:39:31: Und dafür brauchen wir gewisse Rahmenbedingungen.

00:39:33: Wenn es keine Verkehrsregeln gäbe würde ich niemals nach Bielefeld fahren.

00:39:37: Ich käme nur zweihundert Meter weit.

00:39:39: dann gäbe es einen Unfall und das wär's.

00:39:48: Und das ist das Problem.

00:39:50: Du hast die Autonomie auf der linken Seite zu fahren, aber es wird Konsequenzen haben und du wirst die Konseqenzen nicht mögen.

00:40:01: Nein natürlich nicht!

00:40:04: Ich entscheide mich – genau darum geht es sich für die Struktur zu entscheiden um tatsächlich ein Gefühl für Autonomien zu bekommen sich entscheiden zu können.

00:40:25: Und die Sache zu wählen, bei der man positives soziales Feedback bekommt.

00:40:30: Es geht hier nicht um Bewertung und Verurteilungen sondern vor allem darum wenn Dinge für uns alle funktionieren dann funktionieren sie für uns allen.

00:40:43: Das ist doch großartig.

00:40:45: Wir können etwas tun, bei dem niemand aufeinander wütend wird.

00:40:49: Das ist großartisch!

00:41:03: Und das funktioniert für ein soziales Tier wie uns.

00:41:06: Es geht darum zu zeigen, welche Optionen es gibt eine Sache anders zu tun.

00:41:12: So dass

00:41:13: andere auch positiv reagieren

00:41:21: können.

00:41:25: Durch unsere besondere Kommunikationssituation ist gerade hier bei der Aufzeichnung des langen Zuhörens, wo wir nicht dazwischen reden.

00:41:33: Müssen wir uns mal kurz miteinander intern einigen in welche Richtung du jetzt gerade gehen willst, Marco und in welcher Frage ich immer noch offen im Raum stehen sehe?

00:41:43: Nämlich die das wechselseitige Dialog.

00:41:46: Da hatte ich vorhin was nachgefragt.

00:41:48: Ich habe tatsächlich noch etwas genau zu diesem Thema Autonomie und Struktur also... Welche Frage hattest du denn?

00:41:58: Ich hatte vorhin eine Frage gestellt, wie ich als Mutter schaffe mit meinem Kind das immer nur monologisiert in ein wechselseitiges Gespräch zu kommen.

00:42:09: Und ich glaube wir sind da nicht so richtig hingekommen dass wir diese Frage beantwortet haben und dies mehr sehr wichtig aber die kann ich auch danach stellen.

00:42:16: dann schneiden wir das hier in der Kurzfassung raus und bleiben jetzt kurz bei dem Thema was ihr gerade habt.

00:42:23: Aber das wollte ich nur da würde ich noch mal hin zurück wirklich zum Dialog zum Reden miteinander reden, was wir heute als unser Thema

00:42:30: haben.

00:42:32: Vielleicht passt das auch ein bisschen zusammen?

00:42:34: Also du hast die Frage nach dieser wie können wir das Gesprächen eine Wechselseitigkeit bringen ohne eben zu sehr in die Autonomie des monologisierenden Kindes einzugreifen?

00:42:46: und gleichzeitig braucht diese Wechsel-Seitigkeit ja eine Struktur.

00:42:49: Was ich so ein bisschen bei dir verstanden habe ist diese Struktur.

00:42:54: Ich hätte zwar die Autonomie auch links zu fahren, aber dann gäbe es schmerzhafte Konsequenzen.

00:43:00: Aber die Struktur also lieber doch rechts zu fahren gibt mir wieder die Autonomie auch meine Musik, die ich gewählt habe zu genießen.

00:43:09: und vielleicht ist das dann diese Balance zwischen Struktur nicht als Zwang sondern als sicherer Rahmen Als ermöglichung von Autonomie, so hatte ich das auch von dir verstanden.

00:43:25: Und das verbunden mit der Frage wie bekommen wir also ein monologisierendes Kind was es ja auch tut aus Sicherheitsgründen vermutlich um sich sicher zu fühlen und sich wohlzufühlen?

00:43:35: aber auch wie können wir es einladen?

00:43:37: eine Struktur der Wechselseitigkeit?

00:43:41: Das ist glaube ich oft ne spannende Frage für Eltern.

00:43:46: Ich

00:43:59: habe einen autistischen Sohn, als Teenager war er sehr an Computerspielen interessiert und darüber konnte er reden.

00:44:05: Über andere Dinge sprach er vielleicht mal zwei Minuten aber dann war wieder nur über ... Mit fünfundzwanzig arbeitete er dann als Supportmitarbeiter in der Regionalklinik, wo er sich um die Computerprobleme der Leute kümmerte.

00:44:26: Und dann sagte er eines Tages plötzlich – Ich interessiere mich nicht mehr für Computer!

00:44:31: Er sagte – ich interessiere mir für Bäume und bildete sich darauf hin zum Baumpfleger weiter.

00:44:37: Und er begann, als Sport auf Bäume zu klettern.

00:44:40: Es gab eine Sportart namens Baumklettern!

00:44:43: Er wurde tatsächlich sowohl in Schweden also auch in Dänemark die Nummer eins weil er die doppelte Staatsbürgerschaft besitzt.

00:44:50: Er wurde

00:44:58: richtig breit.

00:44:59: früher hatte er Spaghettiarme und dann zehn Jahre später war er richtig kräftig gebaut.

00:45:07: Und vor drei Jahren sagte er, ich interessiere mich nicht mehr für Bäume.

00:45:11: Ich interessiere mir für Elektroautos.

00:45:14: Jetzt ist der also Ingenieur und er und ich bauen ein Vier-Topolino von neunzeitauchten dreißig zu einem Elektroauto um.

00:45:31: Wir haben eine gemeinsame Werkstatt und mir gefällt dieses Interesse, weil es mich auch interessiert.

00:45:36: Aber meine Erfahrung mit ihm ist dass er Monologe hält und ich mich für das interessieren muss was ihn interessiert um mit dem reden zu können.

00:45:44: Ich kann nicht sagen wir sollten ihm gegenseitigkeit beibringen.

00:45:48: Das kann er schon, kein Problem.

00:45:50: Er macht das im Internet ständig mit all seinen Aspergerfreunden – das ist kein Problem!

00:46:01: Er

00:46:03: führt ein ganz anderes Leben als ich.

00:46:08: Und ich muss mich für das interessieren, was ihn interessiert.

00:46:16: Denn er kann sich nicht für das Interessieren, dass mich interessiert, weil er eine Behinderung

00:46:20: hat.".

00:46:27: Aber so lange ich in seine Interessenwelt eintauche werde ich zu jemanden mit dem er reden möchte.

00:46:32: Also muss ich dafür sorgen, dass es sich lohnt, mit mir zu reden!

00:46:36: Ich finde das wichtig und dann können wir über andere Dinge reden, weil ich genug Interesse an dem zeige, was ihnen interessiert.

00:46:42: Dann können wir ab und zu auch über andere Dinge reden, aber eben nur ab und Zu.

00:47:02: Also ein Taugen in die Spezialinteressen, weil das eine intrinsische Motivation auslöst ins Gespräch zu kommen oder?

00:47:11: Ja und vielleicht nicht so unbeholfen das machen, wie das in unserem... Vielleicht kennt ihr unseren Trailer.

00:47:17: Da erzählt uns Martin, dass wir unser zweiter Gast glaube ich im Podcast.

00:47:21: Der hat in einem Probepodcast uns erzählt.

00:47:23: Er war auch ein Computerspiel Nerd und seine Mutter hat das immer genutzt um dann Dinge im Haushalt zu erledigen usw.

00:47:30: Und eines Tages hat sie sich einfach plötzlich auf seine Schreibtischkante gesetzt und gesagt, erzähl doch mal was machst du da?

00:47:36: So!

00:47:37: Und er war völlig konzentriert, was will die von

00:47:39: mir?!

00:47:40: Also was erscheint ihr hier auf einmal?

00:47:42: Und Ihr Interesse war nicht ehrlich in dem Moment für ihn erkennbar.

00:47:56: Ich glaube, für die meisten Menschen ist es ganz einfach!

00:47:59: Wenn sich jemand für mich interessiert möchte ich natürlich auch mit ihm reden.

00:48:04: und wenn jemand Schwierigkeiten im sozialen Bereich hat, muss man natürlich in seine Welt eintauchen um berechenbar zu sein.

00:48:11: Und nur wenn man berechenba ist kann man angesprochen werden.

00:48:30: Und lasst uns der Tatsache ins Auge sehen.

00:48:32: Es kommt der Zeitpunkt in einem Kindesleben, indem die Eltern einfach nicht interessant sind und wir für etwa zehn Jahre nicht mit euch reden – das ist nicht nur bei Autismus so!

00:48:43: Das gehört einfach zur Entwicklung.

00:48:46: Aber ich denke, für autistische Kinder gibt es auch den Aspekt zu beachten und ich hasse es das zu erwähnen aber... Meistens gibt es mehr als eine autistische Person in einer Familie.

00:49:21: Ich

00:49:21: mag den Begriff mangelnde Reziprozität, also mangelende Wechselseitigkeit wirklich nicht.

00:49:28: Ich mag diesen Begriff wirklich nicht aber Autismus kann bei mehr als einer Person in eine Familie vorkommen und wenn es so ist und wir gestresst sind dann spielt das übrigens Keine Rolle welchen Neurotyp wir haben.

00:49:44: Wir werden starrer und weniger flexibel in Gesprächen.

00:49:59: Ich denke, wenn man nicht möchte dass ein Kind nur monologisiert muss man erst einmal erkennen warum es monologisiert Für das Kind mit euch über andere Dinge zu sprechen.

00:50:14: oder fühlt es sich für das Kind so an, als würdet ihr ihm ein Thema aufdrücken?

00:50:19: Für dass er sich überhaupt nicht interessiert und das fühlt sich dann stark für das kind an.

00:50:25: Und dann add, what's the current stress level?

00:50:48: Wenn man versucht die Monologe zu vermeiden muss ein Umfeld schaffen in dem es eine Alternative gibt.

00:50:56: Manchmal ist das schwierig aber auch in Ordnung.

00:51:15: Der

00:51:15: Psychologe Daniel Stern hat ein gutes Konzept.

00:51:18: Er sprach vom Attunement, man müsse sich aufeinander einstimmen und er bezog sich dabei auf die emotionale Einstimmung mit dem Baby.

00:51:26: aber ich denke bei einer autistischen Person muss man sich unabhängig vom Alter auf sie einstellen Einstimmen.

00:51:33: Wir müssen auf derselben Wellenlänge liegen, das habe ich bei meinem Sohn gelernt Als er sich für Computerspiele interessierte, habe ich selbst nicht am Computer gespielt.

00:51:42: Ich habe eine Gleichgewichtsstörung Daher kann ich nicht auf einen Bildschirm schauen Auf dem sich Dinge bewegen weil ich dann umfalle.

00:51:48: Also musste ich mich über seine Spiele informieren.

00:52:03: Wenn ich das Spiel nicht kannte, war es sinnlos mit mir zu reden.

00:52:07: Also musste ich die Spiele kennen und dann habe ich mit Leuten gesprochen und gesagt Oh mein Sohn!

00:52:12: Er spielt nur Computerspiele.

00:52:14: Ich kenne mich mit Computer nicht aus.

00:52:26: Wir müssen

00:52:27: natürlich verstehen welches Spiel er spielt.

00:52:30: Es gibt so viele verschiedene Spiele, es gibt so viel verschiedene Arten des Spielens und man muss verstehen warum er sich für ein bestimmtes Spiel interessiert.

00:52:39: Ist das der soziale Aspekt?

00:52:41: Ist es das Gewinnen?

00:52:42: Was ist es denn?

00:52:43: wenn man ihm eine Alternative bieten will muss diese dieselben Bedürfnisse erfüllen wie das Spiel.

00:52:58: Also muss man sich für das interessieren und überhaupt mit den Leuten reden zu können, aber auch um Alternativen vorschlagen zu können.

00:53:05: Man muss sich darauf einlassen

00:53:23: Zeitverschwendung ist, Zeit darin zu investieren.

00:53:28: Aber ich beobachte das oft bei Eltern deren Kinder Computerspiele spielen

00:53:33: und ich versuche immer anzuerkennen

00:53:34: dass Computerspiele manchmal zu einer Sucht werden können und gewisser... noch mal!

00:53:42: aber Ich beobchte das oft Bei Eltern deren Kindern Computerspiel Spielen Und ich Versuche Immer Anzu Erkennen Dass Computersspiele Manchmal Zu Einer Sucht Werden Können und In Gewisser Weise Schädlich Seien Können.

00:53:55: Und es gibt sicherlich auch Communities in der Gaming-Szene, die nicht besonders toll sind.

00:54:00: Aber das Gegenteil trifft

00:54:01: ebenfalls

00:54:02: zu.

00:54:03: Also

00:54:24: ich zum Beispiel spiele World of Warcraft schon seit der Veröffentlichung, also seit mehr als zwanzig Jahren.

00:54:32: Und ich bin Teil einer Gilde und wir treffen uns... Ich war eine Weile nicht dabei weil ich ein Kind bekommen habe aber ansonsten treffen wir uns jedes Jahr im echten Leben!

00:54:43: Wir kommen aus ganz Europa zusammen um uns zu treffen und Zeit miteinander zu verbringen.

00:54:48: Das sind

00:54:49: Echte

00:54:49: Freunde.

00:55:14: Als ich mein Kind bekam, litt ich unter einer Wochenbettdepression.

00:55:17: Und ich schrieb meiner Gilde was ich durchmachte und einer von ihnen aus England und einer aus den Niederlanden ließen alles stehen und liegen und kamen nach Dänemark um eine Woche lang bei mir zu wohnen und mich zu unterstützen.

00:55:30: Solche Gemeinschaften gibt es also auch!

00:55:33: Ich glaube... Wenn wir uns nicht mit den Interessen unserer Kinder auseinandersetzen, vergessen wir manchmal welche positiven Aspekte sie daraus ziehen könnten.

00:55:44: Manchmal sind das Fähigkeiten, manchmal echte Freundschaften auch wenn sie online bestehen.

00:55:50: Manchmal ist es etwas dass wir nicht

00:55:53: messen

00:55:54: können Aber wenn wir aufmerksam sind, werden wir es erkennen.

00:56:28: Als mein Sohn noch klein war, habe ich nie verstanden das Baumklettern einer Karriere sein könnte.

00:56:33: Deshalb habe ich ihn auch nie dabei unterstützt als er zehn Jahre alt war aber tatsächlich hat er zehn jahrelang davon gelebt.

00:56:40: Manchmal müssen wir also einfach verstehen Alles ist gut.

00:56:46: Es

00:56:51: ist unser Sohn ganz klein, weil ich lasse dich gleich Marco.

00:56:55: Da habe ich

00:56:56: einen autistischen Psychologen per E-Mail angeschrieben von dem ich ein Artikel in der Stadtbibliothek in einem dicken Band über Autismus gefunden habe und hab ihn gefragt wie komme ich mit meinem Kind ins Gespräch?

00:57:07: Und er hat gesagt nur über sein Spezialinteresse.

00:57:11: Also eigentlich kannte ich die Antwort schon aber ich fand eure noch viel tief chroniker und ging mehr in die Tiefe.

00:57:17: jetzt bis

00:57:17: zu Marco Fertig mit übersetzen, ja.

00:57:24: Um auf seine Ursprungsfrage zurückzukommen also diese Abneigung die wir vielleicht entwickeln gegen Monologe schafft eigentlich ein stressiges Umfeld für das autistische Kind.

00:57:38: Da sind wir dann vielleicht wieder eingeladen als Eltern.

00:57:42: bis dann an unserer Resilienz oder Akzeptanz besser gesagt.

00:57:47: Resilient bestimmt auch in bestimmten Situationen aber an der Akzeptant.

00:57:51: Okay, mein Kind mag Monologe.

00:57:54: Das

00:57:54: geht ihm gut damit und dann lasse ich ihm das und es wird vielleicht irgendwann sich ein Fenster öffnen wie zum Beispiel über bestimmte Spiele oder Interessen in denen wir dann Teil davon werden können.

00:58:08: Du hattest davon dazu auch noch was?

00:58:10: Ja wenn daran glauben, dass Entwicklung möglich ist.

00:58:16: Das ist das Entscheidende!

00:58:17: Das hat uns auch Imke Heuer eine Autistin über uns im Podcast auch schon war und Wissenschaftlerin gesagt.

00:58:22: Also wenn wir dem Kind vermitteln, dass wir daran glauben dass etwas erreichbar ist, das ist dieser entscheidende Punkt.

00:58:31: jetzt habe ich gerade ein bisschen den Faden verloren es wirklich schwierig sich darauf zu konzentrieren.

00:58:35: Entschuldigung ich muss mal kurz Transparent machen.

00:58:38: Ich wollte noch an einen Punkt zurück.

00:58:41: Wenn wir miteinander mit den Kindern im Dialog sind und wir merken unsere Kinder fangen an Nervös zu werden, die Situation ist für sie nicht mehr angenehm.

00:58:52: Sie wollen eigentlich am liebsten raus wie ihr seid aber noch nicht zu dem Punkt gekommen der wirklich wichtig ist.

00:58:56: also Wir müssen sehr etwas vorbereiten zum Beispiel was sie wissen müssen weil es sonst noch viel stressiger wird für sie.

00:59:02: Wie können wir es schaffen durch welche Tricks gemeinsam wieder etwas so runterzukommen von diesem Stresslevel, denn du mal ja bist ja auch Expertin für Stressmanagement.

00:59:29: Eines der ersten Dinge die ich Eltern in der Regel gebe ist die Liste der zehn W-Fragen.

00:59:36: Das sind zehn Fragen wie was werden wir tun, mit wem werden wir es tun.

00:59:41: Wie lange wird das dauern?

00:59:43: Also zehn Fragen die man gemeinsam durchgehen und beantworten kann damit dass Kind genau weiß was erwartet wird.

00:59:50: Und das schafft gewissermaßen einen Rahmen für ein wenig

00:59:54: Ruhe

00:59:55: Denn plötzlich haben wir die Unvorhersehbarkeit verringert.

01:00:01: Was mir wichtig ist wenn ich diese Liste gebe Ich habe sie mir nicht selbst ausgedacht, es gibt sie schon eine ganze Weile.

01:00:09: Ich sage den Leuten meistens dass nicht alle zehn Fragen für jedes Kind oder jede autistische Person gleichermaßen wichtig sind Denn manchmal geht das ja auch um Erwachsene.

01:00:18: Aber auf einige Fragen ist es besonders wichtig eine Antwort zu haben.

01:00:23: Konzentriert euch also auf diese Fragen und findet heraus welche wichtig

01:00:27: sind.

01:00:43: Wir können nicht ständig alles im Kopf behalten, das sind zu viele Informationen.

01:00:47: Findet also heraus welche Fragen wichtig sind und dann gehe ich natürlich auch auf den Aspekt der Energiebilanz ein.

01:00:58: oder wir wissen also was wir tun werden.

01:01:02: Wie werden wir den Energieaufwand reduzieren, den dieser Aufgabe erfordert?

01:01:07: Brauchen wir irgendwelche Anpassungen?

01:01:09: Brauchten wir Kopfhörer mit Geräuschunterdrückung?

01:01:12: Brauche wir irgendwelsche sensorischen Blocker?

01:01:27: Ja und dann gibt es da noch, ich nenne das die Notausgangstür.

01:01:31: Also eine Möglichkeit die Situation schnell zu verlassen.

01:01:34: Was brauchen wir also?

01:01:35: Welche Hilfestellungen müssen wir schaffen?

01:01:39: über solche Dinge versuche ich zu sprechen.

01:01:41: Dann möchte ich wenn möglich dass Kind immer in diese Gespräche einbeziehen.

01:01:45: Ich möchte vom kind wissen was stresst dich eigentlich Denn manchmal

01:01:51: ist er

01:01:51: oft sogar wissen die Eltern es nicht.

01:01:54: Und tatsächlich ist es für das Kind stressig, wenn wir mit ihm darüber sprechen was es ist.

01:01:59: Es sagt etwas und die Eltern reagieren dann.

01:02:11: Wirklich?

01:02:12: Das habe ich nicht geahnt!

01:02:14: Nein, es war so einfach... Wenn du nur dass eine gemacht hättest, hätte ich

01:02:18: es schaffen können.

01:02:26: Ich habe dazu auch eine Antwort, um das Ganze noch ein wenig zu vervollständigen.

01:03:01: Und

01:03:02: einer der ganz schwierigen Aspekte ist, dass es nicht zur Schule geht.

01:03:05: Dass er sich bewusst dafür entscheidet, nicht zu Schule zu gehen und wir fangen an Druck auszuüben Und das Kind schließt sich in seinem Zimmer ein und spricht drei Jahre lang kein Wort mehr mit einem, wenn man weiterhin Druck ausübt.

01:03:21: Als Elternteil muss man also in der Lage sein nachzugeben.

01:03:24: Es gibt einen schwedischen Komiker namens Ronny Ericsson.

01:03:28: er sagt es ist nie zu spät aufzugeben.

01:03:45: Ich

01:03:45: finde, das ist ein sehr guter Grundsatz.

01:03:48: Wenn man es wirklich versucht hat und es nicht geklappt hat, ist es an der Zeit aufzugeben.

01:03:53: Es ist nie zu spät, denn das Kind wird verstehen dass du wenn du aufgibst seine Entscheidung akzeptierst – und zwar irrtwegen!

01:04:01: Und ich glaube, die meisten Konflikte, die ich zwischen Kindern und Eltern beobachtet habe entstehen dadurch dass die Eltern eine kulturell geprägte Denkweise haben nach der man bestimmte Dinge tun sollte.

01:04:12: Man soll die Schule abschließen, man soll dies tun, man sollen jenes tun.

01:04:20: Du solltest

01:04:28: zu dieser Hochzeit

01:04:33: gehen?

01:04:37: Genau, meine Familie.

01:04:39: Fünfzig Prozent von uns haben eine Autismusdiagnose.

01:04:43: Natürlich haben wir bei jeder Hochzeit einen Ruheraum – ich meine sonst würde es nicht funktionieren!

01:04:48: Und wir haben auch Computer für diejenigen, die keinen eigenen mitgebracht haben, denn vielleicht brauchen sie ein Computer an dem Sie sitzen können um sich einfach zu beruhigen….

01:04:56: Also ermöglicht man all das, wie Maya gesagt hat.

01:04:59: Schafft alle Möglichkeiten damit es funktioniert und denkt daran Es ist nie zu spät nachzugeben.

01:05:06: Ich finde das sehr wichtig Denn wenn man nachgibt fühlt sich das Kind wahrgenommen Und das ist sehr wichtig.

01:05:26: Das ist

01:05:26: einer der Gründe, warum ich diese Notausstiegsstrategie nutze.

01:05:31: In meinem Profil zeigt sich nämlich ein gewisses Maß an pathological demand avoidance also an pathologischer Vermeidung von Anforderungen oder einem pervasive need of autonomy Also einen tief sitzenden Bedürfnis nach Autonomien.

01:05:54: Das ist der bessere Ausdruck.

01:06:07: Die Sache ist für mich folgende Wenn ich etwas tun muss, habe ich immer dieses Gefühl dass ich es nicht kann.

01:06:14: Ich kann es nicht!

01:06:23: Kann ich es nicht?

01:06:25: Dann schaffe' ich so viel mehr.

01:06:27: Aber wenn ich nicht die Möglichkeit habe, Nicht zur Schule gehen!

01:06:30: Wenn Ich nicht die Möglichkeiten habe, nicht meine ganze Klasse zu meiner Geburtstagsparty einzuladen!

01:06:36: Einschließlich derer, dem mich mobben!

01:06:38: Wenn ich diese Möglichkeit nicht habe, dann schaffe ich es definitiv

01:06:43: nicht!".

01:06:58: Und dann wird es einfach überhaupt keine Geburtstagsparty

01:07:02: geben.

01:07:03: Aber wenn ich die Möglichkeit habe... Möchtest du etwas anderes machen?

01:07:07: Möchst du die Party lieber woanders als bei dir zu Hause feiern, damit dein Mobber deine Sachen nicht sehen und nicht in den Zimmer kommen kann.

01:07:16: Möachtest Du die Feier anders gestalten?

01:07:18: Mächtest Du

01:07:19: eine feste

01:07:19: Endzeit festlegen, damit Du genau weißt wann sie gehen werden?

01:07:24: oder wir haben immer noch die Möglichkeit

01:07:25: am Tag selbst

01:07:26: alle anzurufen.

01:07:28: Sie ist krank geworden, Maya ist kranke worden.

01:07:30: wir feiern keinen Geburtstag.

01:07:32: die Feier ist abgesagt auch wenn das gar nicht stimmt.

01:07:54: Wenn ich

01:07:55: weiß dass ich diese Möglichkeiten habe dann werde ich die Feier wahrscheinlich tatsächlich durchziehen.

01:08:02: Und das ist das Seltsame an der Angst, die manchmal mit Autismus einhergeht oder mit einem tiefsitzenden Bedürfnis nach Autonomie oder einfach einer allgemeinen Lebensangst.

01:08:14: Wenn wir wissen dass wir Stopp sagen können wenn es das wirklich gibt, dann sagen wir nicht Stopp bis wer es muss.

01:08:36: Aber wenn wir diese Möglichkeit nicht haben, dann sagen die ganze Zeit Stop und arbeiten einfach überhaupt nicht mit.

01:08:55: Dann sagen viele Leute Aber sollte er nicht lernen weiter zu machen?

01:08:59: Und ich antworte immer, nein, nein.

01:09:01: Er sollte lernen sich zurückzuziehen wenn es nötig ist.

01:09:04: Es ist viel besser im Leben die Fähigkeit so haben Nein zu sagen Wenn es nöthich ist als Dinge zu tun, die man nicht tun sollte.

01:09:12: Ich glaube es geht auch um Gehorsam.

01:09:13: Ich habe gehorsame Menschen kennengelernt.

01:09:16: Nur mal so.

01:09:17: Gängmitglieder sind extrem gehorsam.

01:09:19: Oh ja!

01:09:20: Ich meine solche Gehorsa am Kinder will ich nicht.

01:09:38: Ich will nicht, dass die Leute einfach weiter machen.

01:09:41: Wir haben diesen Auftrag gegeben.

01:09:42: du sollst diesen Typen erschießen.

01:09:44: Du musst es durchziehen Denn ich habe viele Begutachtungen von Kindern im Gefängnis durchgeführt, von autistischen Kindern in den Gefängnissen.

01:09:52: Und sie haben Dinge getan und nicht aufgehört weil ihnen jemand beigebracht hat niemals ein Rückzieher zu machen – das ist dumm!

01:10:00: Ich meine natürlich müssen wir den Leuten sagen ihr habt immer die Möglichkeit einen Rückziehern zu machen.

01:10:17: und selbstständig zu denken, zu spüren was in einem vorgeht.

01:10:21: Was willst du eigentlich?

01:10:23: Warum willst Du das eigentlich?

01:10:25: auch hier kommt es wieder auf den Entwicklungsstand an.

01:10:28: mit einem dreijährigen werde ich dass nicht durchgehen.

01:10:31: soweit sind wir noch nicht noch nicht nein

01:10:34: aber

01:10:35: ich halte es für sehr wichtig.

01:10:52: Ich habe als Kind letztendlich oft die Schule geschwänzt.

01:10:56: Es fing wegen Mobbing an, aber dann ging es einfach so weiter und während meiner gesamten Grundschulzeit war ich jedes Jahr zwischen zwanzig-und fünfzig Prozent der Zeit nicht in der Schule.

01:11:11: Ich wusste, wie man die Aufgaben erledigt.

01:11:13: Aber ich war nicht in der Schule!

01:11:26: Oder man hätte mich als Strafe von der Schule verweisen können... aber was hätte das gebracht?

01:11:32: Hätte jemand das sehen und sagen können?

01:11:36: offensichtlich kann Maia gar nichts, offensichtlich kann sie nicht erscheinen wenn sie soll Und wir müssen ihr Gehorsam beibringen oder... Wir müssen sie komplett aufgeben.

01:11:57: Das hätten Sie sagen können!

01:12:00: Ich hätte das über mich selbst sagen können.

01:12:02: und jetzt habe ich einen Masterabschluss in Psychologie, bin hier und helfe Menschen.

01:12:08: Ich helfe Menschen.

01:12:20: Ich mache kein Leben, ich will niemanden denken, dass die Disziplität verloren ist.

01:12:43: dass es für immer so bleiben wird.

01:12:45: Und das bedeutet nicht, dass man nur weil man eine Sache nicht kann auch eine andere nicht

01:12:50: kann.

01:13:10: Ja was ist das also?

01:13:13: Wir erwarten von jemandem etwas, das eigentlich unzumutbar ist.

01:13:17: Und für mich war es mit meinen Mobbern zur Schule zu gehen und weiterhin zur Schule nachdem ich erfahren hatte, dass dieses Umfeld mir gegenüber tatsächlich feindselig war.

01:13:28: Natürlich gehe ich dann nicht zur Schule!

01:13:31: In

01:13:40: welchem Moment warst du in dem Alter, als du die Diagnose bekommst?

01:13:44: Mit sechzehn oder siebzehn?

01:13:45: Warst du da?

01:13:47: Es muss ein Jahr vor dieser großen Party gewesen

01:13:49: sein.

01:13:53: In welchen Moment warest du bereit mit deinen Eltern über Autismus zu sprechen?

01:13:59: Das

01:14:08: ist komplizierter.

01:14:09: Meine Mutter hat versucht sofort darüber zu sprechen, aber ich war nicht bereit dafür.

01:14:14: Ich glaube das lag vor allem daran dass ich damals das Gefühl hatte naja... ...ich wusste schon immer dass ich anders bin.

01:14:21: Jetzt hast du dem Ganzen nur einen Namen gegeben.

01:14:23: Damit komme ich klar!

01:14:50: Und dann verging ein paar Jahre und ich war eher bereit darüber zu sprechen, aber ich glaube mit meinen Eltern konnte ich nicht darüber sprechen.

01:15:00: Mein Vater lebt in South Carolina – es ist ziemlich weit weg!

01:15:05: Und die Sichtweise meiner Mutter auf Autismus ist philosophisch so anders, dass es nie ein Gespräch war sondern eher eine Auseinandersetzung.

01:15:25: Ich habe immer wieder versucht sie davon zu überzeugen das ich so autistisch sein darf wie ich bin Und sie hat versucht, mich davon zu überzeugen dass ich mich in die Gesellschaft einfügen muss und das hat sich nie geklärt.

01:15:51: Es

01:15:55: ist noch mal eine andere Reaktion als ich die zum Beispiel bei meinem Sohn hatte der als er die Diagnose mit zwölf bekam sagte Ich

01:16:30: denke, es gab eine Zeit in der es in Ordnung war autistisch zu sein.

01:16:36: Jetzt beobachte ich tatsächlich, dass es unter jungen Menschen wieder in Richtung Stigmatisierung geht.

01:16:50: Ich meine, es wird wieder mehr zu einem Begriff mit dem man andere morgt und genau das sehe ich auch bei mehreren meiner jugendlichen Klienten.

01:16:58: Sie sagen so etwas wie, ah, ich möchte eigentlich nicht, Und dann habe ich ein paar, die in guten Klassen sind.

01:17:06: Also wo ein gutes soziales Klima herrscht und die kein Problem damit haben ganz offen damit umzugehen.

01:17:13: Mit ihnen führe ich trotzdem dieses Gespräch um zu sagen okay ihr könnt diagnostische Bezeichnungen verwenden wenn ihr wollt Wenn ihr über etwas sprecht aber ihr müsst

01:17:25: es nicht.

01:17:40: Ihr könnt über eure Unterstützungsbedürfnisse sprechen, ganz wie ihr wollt.

01:17:46: Und wenn sie Diagnosebezeichnungen verwenden wollen nur zu und wenn nicht dann eben nicht!

01:17:52: Aber ja es ist bei jedem ganz unterschiedlich wann er bereit ist mit der Außenwelt und mit Familienmitgliedern darüber zu sprechen.

01:18:00: Und ich glaube,

01:18:01: von dem Moment an als ich meine Diagnose erhielt war ich bereit es meinen Freunden zu sagen.

01:18:07: Kein Problem aber bei der Familie

01:18:13: war das

01:18:30: anders.

01:18:31: In meiner Stadt findet jedes Jahr eine Konferenzstadt, eine Furry-Convention.

01:18:36: Sechs Tausend Furries als plüschte ihr Charaktere verkleidete Menschen kommen in die Stadt.

01:18:41: sie veranstalten eine Parade.

01:18:43: Es ist wunderbar.

01:18:44: Beim letzten Mal gab es in der Zeitung Interviews mit einigen von ihnen und einer der Organisatoren sagte ja wir kommen jedes Jahr hierher.

01:18:53: Wir waren in den letzten fünf Jahren hier und dieses Jahr haben wir an derselben Stelle fünftausend autistische Menschen befragt.

01:19:01: Er sagte, alle Furries seien autistisch – aber nicht alle hätten eine Diagnose!

01:19:22: Für manche von ihnen ist es jedoch schwieriger, sich als Fari zu outen als als autistische Person.

01:19:27: Und für manche Menschen ist die Fari-Szene eine Gemeinschaft in der man seinen Autismus verbergen kann.

01:19:33: Wir sprechen also über Autismus, als wäre es eine Kategorie und das ist schwierig Aber man kann sich dafür entscheiden ein Fari Zu sein und Man kann sich dagegen entscheiden.

01:19:49: Im Jahr zwei-tausenddreizehne, als das DSM fünf erschien, verschwand die Diagnose des Asperger-Syndroms und manche Leute sagen Oh nein!

01:19:56: Da bin ich jetzt stattdessen autistisch.

01:20:12: Und ich sagte aber, es ist fantastisch.

01:20:14: Denn das bedeutet, dass man jetzt untertauchen kann um ein Aspie zu sein.

01:20:18: Jetzt ist es kein diagnostisches Etikett mehr, jetzt ist es ein kulturelles Etiket.

01:20:23: So wie man sich entscheiden kann an Faury zu sein, kann man sich auch entscheiden einen Aspie zu sein!

01:20:29: Und in Malmö wo ich wohne haben wir eine Aspie-Kultur – eine sehr große Gruppe.

01:20:34: Es gibt dort einige große Spieleentwickler Das heißt dort arbeiten hunderte von Menschen an der Entwicklung von Computerspielen und dieser Kultur.

01:20:41: Diese Unternehmen ziehen autistische Menschen aus aller Welt an.

01:20:44: Die

01:20:48: autistischen Subkultur ist sehr großartig.

01:20:51: Wir haben eine große Fiktion in der Stadt und alles, was fitst in diese autistischem Weg des Lebens, das wir sehen – die Nerdie.

01:21:00: Die

01:21:01: Autistische Subkultur ist also in dieser Stadt sehr groß.

01:21:08: Das passt zu dieser autistischen Lebensweise, die wir heute bei den nördigen autistischem Menschen und Jugendlichen beobachten.

01:21:14: Und ich denke es ist immer noch eine Entscheidung!

01:21:17: Wir müssen es als solche akzeptieren anstatt nur unter dem Gesichtspunkt einer Behinderung zu betrachten.

01:21:47: Für manche Menschen ist es eine Behinderung, für andere ist es nur in bestimmten Situationen eine Behnderung und für manche Leute bedeutet die Freiheit der autistischen Gemeinschaft tatsächlich mehr als alles andere.

01:22:00: Also brauchen wir sogar – ich weiß Maier du sagst wir brauchen andere Worte aber als Eltern müssen wir darüber als Behinderungen sprechen!

01:22:09: Denn sonst bekommen wir keine Unterstützung.

01:22:24: Ja, aber wir müssen auch darüber als eine Art des Seins sprechen!

01:22:31: Ich

01:22:31: denke, wir müssen diese beiden Gedanken beibehalten.

01:22:44: wenn man sich durch die Systeme zur Unterstützung bewegt, manchmal gezwungen ist, die Sprache zu wechseln und darüber zu sprechen.

01:22:54: Ja, darüber müssen wir reden aber ich denke, wir müssen in der Lage sein zwischen diesen Sprachen zu wechseln um die damit verbundene Kultur zu verstehen.

01:23:07: Auf

01:23:07: jeden Fall!

01:23:08: Und ich denke es ist wichtig zu erkennen dass wir so sind wie wir sind.

01:23:14: Wir haben das Gehirn und die Neurotypen, die wir nun einmal haben.

01:23:18: Daran können mir nichts ändern!

01:23:30: Aber es gibt da draußen eine Gemeinschaft Untergruppen, die sehr autismusfreundlich sind.

01:23:37: Denn dorthin zieht es uns!

01:23:40: So werden wir manchmal sogar zur Mehrheit.

01:23:45: Und es gibt viele diese Orte an denen es diagnostische Bezeichnungen gibt und dann gibt es einige in denen es keine gibt.

01:23:51: Die Menschen wissen nicht dass sie autistisch sind.

01:24:02: Sie befinden sich einfach alle still und leise irgendwo im Hintergrund.

01:24:07: Vielleicht hat niemand tatsächlich die Diagnose oder spricht darüber, aber wenn man als Fachkraft dorthin ginge würde man es überall

01:24:15: sehen.".

01:24:27: Und

01:24:27: ich finde, als Fachkraft ist es fantastisch wenn ich in diese Kultur eingeladen werde.

01:24:32: Ich muss dieser Einladung mit großer Demut begegnen denn das bedeutet dass jemand meine Arbeit für gut hält und die Leute die das so sehen müssen sind die autistischen Menschen selbst.

01:24:42: Wenn ich also eingeladen werde betrachte ich das als ein fantastisches Geschenk.

01:24:49: Es ist

01:24:57: eine Ehrenkarte.

01:24:58: Ja, genau.

01:24:59: Ich

01:25:14: glaube es heißt sich nicht stupsen oder?

01:25:27: Ich habe zu Hause ein Kissen, das ich als Geschenk zum sechzehnten Geburtstag von meinem Sohn und seiner Frau bekommen habe.

01:25:33: Ein anderer Sohn von mir.

01:25:35: Er ist Psychologe und weiß dass sich dort wo er arbeitet auch mal als Berater tätig war.

01:25:40: Und damals wurde mir die Frage gestellt und ich sagte, manchmal wenn mir eine Frage gestellt wird weiß ich keine Antwort drauf.

01:25:59: Und das liegt daran dass die Frage falsch ist.

01:26:02: Deshalb habe ich dieses Kissen bekommen auf dem steht Wenn nicht die Frage nicht beantworten kann ist die Frage FALSCH Und ich halte das für wichtig, denn manchmal stellen wir eine Frage auf die es keine Antwort gibt und wir müssen sie umformulieren damit eine Antwort möglich

01:26:24: ist.

01:26:25: Wir

01:26:25: können nicht weiter Fragen stellen auf die's keine Antwort gebt also müssen wir herausfinden wie wir die Frage so stellen dass es eine Antwort gibt.

01:26:33: Ich halte es also für eine falsche Frage.

01:26:48: Die falsche Frage lautet, wie kann ich ihn in dem Bereich drängen, indem er sich entfalten könnte?

01:26:54: Nein.

01:27:05: und ich muss die Möglichkeit eröffnen.

01:27:15: Und da muss ich, wenn er sich entscheidet das akzeptieren auch wenn es vielleicht nicht meiner Kultur entspricht oder nicht.

01:27:22: das ist wofür Ich mich entscheiden würde?

01:27:25: Das kann einem sehr schwer fallen!

01:27:28: Manchmal arbeite ich mit einer Person zusammen.

01:27:30: Er hat zwei Persönlichkeiten.

01:27:32: Die eine ist ein Alkoholiker.

01:27:35: Er trinkt zwei Wochen am Stück Wodka, er fängt um sieben morgens an.

01:27:39: alle zehn Minuten trink der Wodka bis er einen bestimmten Pegel erreicht hat.

01:27:54: Dann geht er raus und setzt sich zu den Betrunkenen auf die Bank.

01:27:57: das ist für ihn das perfekte soziale Umfeld.

01:28:00: Er arbeitet tatsächlich in diesem Umfeld.

01:28:02: Alle schreien Leute an, es funktioniert perfekt aber sein Körper verträgt das Trinken nicht so gut.

01:28:21: Nach zwei Wochen ist er also sehr gestresst.

01:28:23: Hört auf zu trinken wird dann für zwei Wochen zum Nazi.

01:28:27: Er ist also zwei Wochen lang Mitglied der NSDAP.

01:28:30: Er hängt das Hakenkreuz an die Wand und so weiter.

01:28:44: Es hat eine Weile gedauert, bis die Menschen in seinem Umfeld seine beiden Persönlichkeiten akzeptiert haben.

01:28:49: Mir ist klar, dass keine von beiden besonders gut für ihn ist.

01:28:53: Aber das sind nun einmal die, für die er sich entschieden hat.

01:28:57: Ich habe mit ihm gearbeitet als er noch als Erwachsener in einer Wohneinrichtung lebte und wir versuchten andere Umgebungen zu schaffen, die ihm das gleiche gaben wie das andere.

01:29:30: Mittlerweile ist er eigentlich gar kein Nazi mehr, sondern ein Kommunist.

01:29:34: Weil er einen Freund hatte dessen Nachbarkommunist war.

01:29:38: also gehen sie manchmal zusammen raus trinken Alkohol und kotzen dann allerdings nur auf Mercedes und BMWs.

01:29:45: Aber das ist ein Interesse.

01:29:47: Und es ist ein soziales Interesse an etwas und ich muss meine moralischen Maßstäbe zurücknehmen und sagen, vielleicht ist es nicht perfekt aber vielleicht ist das Beste was er leisten kann.

01:30:05: Wir können versuchen bessere Wege zu finden, aber er muss es sein der sich dafür entscheidet.

01:30:10: Glücklicherweise kommt es sehr selten vor dass jemand diese beiden Interessen hat.

01:30:19: Ganz nüchtern schaue ich auf unsere Uhr und sehe, dass wir schon unser Zeitlimit erreicht

01:30:23: haben.

01:30:28: Ich kann aber diese Antworten nicht stehen lassen ohne zu fragen.

01:30:32: Gibt

01:30:32: es denn eine Frage die ich immer stellen kann weil sie gar nicht falsch sein

01:30:36: kann?

01:30:42: Was willst du?

01:30:46: Wie möchtest du das?

01:30:46: ich mit dir rede?

01:30:49: Wenn du gestresst bist, was soll dich dann machen.

01:30:57: Und er sagt dann vielleicht Du solltest es so machen und dann funktioniert es nicht.

01:31:01: und dann fragst du noch einmal Okay!

01:31:03: Es hat nicht funktioniert.

01:31:05: Was würdest du nun tun?

01:31:07: Immer fragen

01:31:19: Wenn ich das noch ergänzen darf, um das Thema auf was Interessantes hinstupsen weiterzuführen.

01:31:27: Ich würde auch sagen dass wir manchmal nicht wissen welche Möglichkeiten es gibt.

01:31:31: Wir kennen zwar unsere Interesse und wissen aber vielleicht nicht welchen Möglichkeiten es dafür in einer Gemeinschaft gibt.

01:31:52: Manchmal kann man dann ein paar Optionen vorstellen.

01:31:57: In dem Wissen, dass sie diese wahrscheinlich nicht wahrnehmen werden.

01:32:00: aber dann wissen Sie das es diese Möglichkeiten gibt und vielleicht finden sie irgendwann später ihren eigenen Weg.

01:32:08: Aber Optionen aufzuzeigen und zu sagen Ihr müsst das nicht tun, es ist nur eine Möglichkeit die es gibt.

01:32:15: Aber wir müssen das nicht!

01:32:17: Das halte ich immer für eine gute Sache.

01:32:48: Vielen Dank euch beiden, Maya Tudl und Bo Helskov-Elven für dieses bereichernde Gespräch.

01:32:56: Für eure Zeit und eure Bereitschaft auch auf dofe Fragen kluge Antworten

01:32:59: zu geben.

01:33:01: Wer mehr von euch wissen will dem empfehlen wir eure Bücher.

01:33:04: ich habe den ganzen Stapel.

01:33:06: Ich schreibe euch die ganze Titel einfach in die Shownutz damit diese Folge nicht noch länger wird als sie ohnehin schon ist.

01:33:11: Aber lesst die Bücher.

01:33:12: Sie lohnen sich sehr.

01:33:15: Ihr könnt auch in die Podcast reinholen, wenn ihr gut Englisch könnt.

01:33:18: Der Podcast von Maya ist englischsprachig.

01:33:20: Deine Podcasts sind schwedisch und dänisch.

01:33:22: Das ist ein bisschen schwieriger aber vielleicht kriegt ihr auch das hin.

01:33:27: In unseren Shownots findet ihr noch viele weitere perspektiv erweitene Quellen bis zu unserem nächsten Podcast dann in einem Monat.

01:33:34: Diese Folge, die wir jetzt heute hier vor euch live aufzeichnen, live on tape Die kommt am dreißigsten Juni übrigens raus.

01:33:40: Könnt ihr überall hören wo es Podcast gibt?

01:33:44: Also Spotify, Apple.

01:33:45: Was gibt es noch?

01:33:46: Alles dieser und

01:33:47: wie wir nicht alle heißen.

01:33:49: Und über unsere Website spektrakulär.de mit AE geschrieben.

01:33:53: Wer lieber liest statt hört gibt auch immer ein Transkript zu unseren Folgen zumindest zu dem langen Gespräch.

01:34:00: da kann man das Gespräch dann auch nochmal nachlesen.

01:34:03: Vielen Dank euch für's Zuhören heute!

01:34:15: Weitere Infos und Blinks zu dieser Folge findet ihr auf unserer Seite spektrakulär.de.

01:34:32: Redaktion und Produktion Mirjam Rosenträter in Zusammenarbeit mit Selbstverständlich, Agentur für barrierefreie Kommunikation.

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