Spektrakulär - Folge 26 als Kurzpod: "Wissen über Autismus muss im Unternehmen gelebt werden. Sonst bringt es nichts."
Shownotes
„Je mehr psychologische Sicherheit wir im Unternehmen erfahren, desto loyaler und engagierter sind wir.“ Das sagt unser Podcast-Gast Florian Malicke, auch bekannt als @audhs_coach. Und mit „wir“ meint er neurodivergente Menschen in der Arbeitswelt.
Wir haben unser Gespräch mit ihm am Welt-Autismus-Tag vor Publikum aufgezeichnet. Und ihr könnt wie immer zwischen der Langfassung und unserem Kurzpod dazu wählen. Das ist eine gekürzte, auf das Kernthema verdichtete Version unseres Gesprächs.
Diesmal drehte sich alles um das Thema Arbeitswelt. Wie lief Florians eigener Weg in einen erfüllten Beruf? Und welche Schwerpunkte setzt er heute bei seiner Aufklärungsarbeit?
Der Sozialpädagoge berät Unternehmen und autistische Menschen zu Neurodivergenz im Berufsleben. Denn er weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig passende Rahmenbedingungen sind. Für eine Inklusion, die über Lippenbekenntnisse hinausgeht.
Dem Unternehmen zu sagen, „Ich bin autistisch“ ändere erstmal nichts, sagt Malicke. Auf den Umgang mit dem Wissen komme es an. Dann kommt er als Coach und Führungskräftetrainer ins Spiel.
Was können autistische Menschen selbst tun, um ihre Stärken im Berufsalltag einzubringen? Und wie können Umfelder und Firmen sie besser unterstützen? Darüber haben wir mit Florian Malicke ein sehr lebendiges Gespräch geführt. … Hinweis: Für Links zu externen Quellen übernehmen wir keine Gewähr Shownotes zur Folge 26 – mit Florian Malicke
Infos zu Florian Malicke https://www.autismus-coaching-rheinmain.de/
https://www.linkedin.com/in/florian-malicke/
Buch von Florian Malicke über AuDHS Leben mit AuDHS. Wenn Autismus und ADHS zusammentreffen. Erscheint am 16. Juni 2026
https://www.m-vg.de/yes/shop/article/25625-leben-mit-audhs/
AuDHS – die Diagnose-Kombination von Autismus und ADHS https://ellasblog.de/audhs-was-hinter-dem-begriff-steckt-was-er-ist-und-was-er-nicht-ist/
https://www.adhs-journal.de/wissenschaft_forschung/audhs-benecke/
Neurodiversität und Autismus
Lindmeier/Grummt/Richter (Hrsg.): Neurodiversität und Autismus
https://shop.kohlhammer.de/neurodiversitat-und-autismus-41266.html#147=19
Video von Ralph Caspers: ADHS, Autismus und Neurodiversität: Was ist eigentlich normal? (2025) von Quarks Dimension Ralph
https://www.youtube.com/watch?v=OE9GYR020E0
https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/neurodiversitaet-anders-aber-voellig-richtig-im-kopf
Zum von Florian Malicke genannten Neurodiversitätsforscher André Frank Zimpel
https://www.lern-schwierigkeiten.de/
Autistische Menschen am Arbeitsplatz
https://www.zeit.de/zett/2020-08/worauf-es-menschen-im-autismus-spektrum-am-arbeitsplatz-ankommt
https://www.inqua-institut.de/blog/jobsuche/autismus-spektrum-und-beruf/
https://karriere.myability.jobs/karrieretipps/jobs-fuer-menschen-mit-autismus
Häufigkeit von Autismus
Amerikanische Übersichtsstudie zur Häufigkeit von Autismus. Demnach war 2020 in den USA eines von 36 achtjährigen Kindern autistisch. „Prevalence and Characteristics of Autism Spectrum Disorder Among Children Aged 8 Years“ (2020)
https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/72/ss/ss7202a1.htm?scid=ss7202a1w
Nach Schätzungen aus den USA sind 2,2% der Menschen über 18 Jahre autistisch. Es gibt immer mehr Diagnosen von Erwachsenen, vor allem bei Menschen im Alter von 26 bis 34 Jahren. Laut einer Studie stieg bei dieser Altersgruppe die Diagnoserate von 2011 bis 2022 um 450 Prozent.
L. P. Grosvenor, L. A. Croen, F. L. Lynch u.a. (2024): Autism Diagnosis Among US Children and Adults, 2011-2022. In: in JAMA Network Open
Späte Autismus-Diagnose im Lebenslauf
Stephanie Meer-Walter mit uns im Gespräch
https://spektrakulaer.podigee.io/33-spektrakular-folge-16-wie-geht-autismus-in-der-schule
Hallie Levine (2024): Autism: The challenges and opportunities of an adult diagnosis
https://www.health.harvard.edu/mind-and-mood/autism-the-challenges-and-opportunities-of-an-adult-diagnosis S. D Stagg, H. Belcher (2019) Living with autism without knowing: receiving a diagnosis in later life. In: Health Psychology and Behavioral Medicine, November 2019, P. 348–361
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8114403/
Psychische Gesundheit: Erhöhtes Risiko für Komorbiditäten bei Autismus
https://autismus-kultur.de/psychische-gesundheit/
https://link.springer.com/article/10.1007/s15005-020-1298-1
Medikamente und Autismus
https://diversara.de/medikamente-autismus/
https://kommit-deutschland.de/node/472
Übergang von der Schule in die Arbeitswelt
Isabella Sasso (2024): Perspektiven autistischer Schüler:innen auf Gründe für Schulabsentismus und Wege Lernen zu ermöglichen. Vortrag auf der 16. Jahrestagung Landessozialdienst Nds / Uni Oldenburg
Isabella Sasso, Teresa Sansour (2024): Risk and Influencing Factors for School Absenteeism among Students on the Autism Spectrum—A Systematic Review. (In: Review Journal of Autism and Developmental Disorders) https://link.springer.com/article/10.1007/s40489-024-00474-x
Doppeltes Empathie-Problem vs. Theory of mind
https://kids.frontiersin.org/articles/10.3389/frym.2021.554875
https://reframingautism.org.au/miltons-double-empathy-problem-a-summary-for-non-academics/
**Äußerungen der Forscherin Uta Frith zu Neurodiversität und zum Spektrums-Begriff **
https://www.attwoodandgarnettevents.com/blogs/news/prof-uta-frith-s-interview-what-do-we-think
Masking und seine Folgen
Selbsthilfe- und Blogbeiträge
https://ass-suedbaden.de/2024/02/09/autistische-schuelerinnen-und-masking/
https://www.autisticslt.com/de/masking
Forschung
Simon Baron-Cohen u.a. (2021): Is social camouflaging associated with anxiety and depression in autistic adults? In: Molecular Autism, Ausgabe 1/2021
https://www.springermedizin.de/is-social-camouflaging-associated-with-anxiety-and-depression-in/18865670 Cage, E., & Troxell-Whitman, Z. (2019). Understanding the reasons, contexts and costs of camouflaging for autistic adults. In: Journal of Autism and Developmental Disorders
https://psycnet.apa.org/record/2019-01633-001
A Conceptual Analysis of Autistic Masking: Understanding the Narrative of Stigma and the Illusion of Choice Amy Pearson & Kieran Rose (2021): A Conceptual Analysis of Autistic Masking: Understanding the Narrative of Stigma and the Illusion of Choice
https://journals.sagepub.com/doi/full/10.1089/aut.2020.0043?cf-mal-redirected=true&
Frauen im Autismus-Spektrum
https://autismus-kultur.de/autismus-frauen/
https://www.zdfheute.de/ratgeber/gesundheit/hochfunktionaler-autismus-spektrum-frauen-100.html
https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-2043-9812
https://www.spektrum.de/news/autismus-kaum-geschlechtsunterschiede-bei-kleinkindern/2268787
Axel Brauns, Autor von „Buntschatten und Fledermäuse“
https://www.penguin.de/buecher/axel-brauns-buntschatten-und-fledermaeuse/taschenbuch/9783442152445
https://de.wikipedia.org/wiki/Axel_Brauns
Im Interview mit dem SWR (auf Youtube in mehreren Teilen zu finden): https://www.youtube.com/watch?v=MjACmZ_UYhE
Grunja Jeminowna Sucharewa – mutmaßliche Erstbeschreiberin von Autismus
https://www.scientificamerican.com/article/how-history-forgot-the-woman-who-defined-autism/?sf202015074=1 https://de.wikipedia.org/wiki/GrunjaJefimownaSucharewa
https://www.discovermagazine.com/did-a-soviet-psychiatrist-discover-autism-in-1925-9235
Kognitive Flexibilität und Fähigkeiten im Spektrum
R. D. Austin, G. P. Pisano (2017): Neurodiversity as a Competitive Advantage. Why you should embrace it in your workforce
https://hbr.org/2017/05/neurodiversity-as-a-competitive-advantage
A. Lacroix, E. Torija, A. Logemann, M. Baciu, R. Cserjesi, F. Dutheil, M. Gomot, M. Mermillod: Cognitive flexibility in autism: How task predictability and sex influence performances (2024). In: Autism Reserch, Volume 18, Issue 2, Pages 281-294
https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/aur.3281
S. Cahalan, S. R. Mitroff, F. Subiaul, G. Rosenblau (2025): Using the cognitive rigidity-flexibility dimension to deepen our understanding of the autism spectrum. In: Personality Neuroscience.
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC12450550/
Neuroinklusion in Unternehmen und Organisationen
H. Axbey, N. Beckmann, C. J Crompton (2023): Innovation through neurodiversity: Diversity is beneficial. https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/13623613231158685
Vera Soubiran (2025): Neurodiversität in Unternehmen: Herausforderungen und Chancen für neurodiverse Teams.
https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-662-72015-8
EY Global Neuroinclusion at Work Study (2025): How can action on neuroinclusion accelerate business transformation? Expanding neuroinclusion unlocks key skills and opens the door to the next frontier of business transformation and value.
Möglichkeiten eines „Manual of me“ (Handbuch über mich)
Florian erwähnt im Gespräch eine Art Handbuch über sich selbst, das helfen kann, wichtige Bedingungen zu beschreiben, unter denen jede:r arbeiten kann
https://www.beyourproject.de/verstehen-statt-vermuten-manual-of-me
Stimming im Arbeitsleben immer wieder wird klar, dass das Stimming eine wichtige Ressource zur Selbstregulation gerade auch im Zusammenhang mit dem Arbeitsleben darstellt
https://www.autismusspektrum.info/post/stimming-was-das-ist-und-wie-es-autisten-helfen-kann
Energiemanagement im Job
https://neurodinge.de/energiemanagement/
https://www.autismus-im-job.com/neurodivergente-energie-und-produktivitaet-im-business/
Im Gespräch erwähnter früherer Podcast-Gast Martin Koliwer
Spektrakulär - Eltern erkunden Autismus. Folge 2: "Man kann sich durchaus ins Burnout maskieren." - Spektrakulär - Eltern erkunden Autismus – Podcast
Transkript anzeigen
00:00:04: Spektrakulär.
00:00:06: Eltern erkunden Autismus.
00:00:09: Hallo,
00:00:10: mein Name ist Mirjam Rosentreder.
00:00:12: Ich bin Journalistin Mutter eines Sohnes im Autismus-Spektrum und ich mache das hier nicht alleine.
00:00:18: Bei mir ist Marco Tide.
00:00:20: Ja moin!
00:00:21: Ich bin auch Vater eines Jungen im Spektrum Und ich arbeite als Therapeut und auch als Berater.
00:00:30: Dieser Kurzport ist eine gekürzte Fassung unseres Gesprächs Heute mit Florian Malike, Sozialpädagoge und Jobcoach im AudiHS-Spektrum.
00:00:52: Vielen lieben Dank!
00:00:54: Schön dass ihr alle gekommen seid da in den Acht Rhein ungefähr.
00:00:59: Freu mich sehr das ihr am Weltortismus Tag euch hier in dem schönen Wallsaal der Bremer Stadtbibliothek begeben habt um uns zuzuhören.
00:01:08: Herzlich willkommen zu unserem dritten Live Podcast Und danke Florian vor allen Dingen, dass du diese weite Reise auf dich aufgenommen hast aus Baden-Württemberg hierher nach Bremen.
00:01:20: Eigentlich ja von Walz Rode nach Breemen aber... Aber
00:01:23: es ist nicht ein Wohnort.
00:01:25: da konntest du zwei Termine wunderbar miteinander vermitteln?
00:01:27: Das war ein schöner Zufall, das war eine schöne Fügung, aber sonst komme ich aus dem schönen Zabafeld und das ist schon eine Reise.
00:01:33: Aber Bremen ist ja immer eine Reisewerte!
00:01:37: Gestern Abend noch einen Vortrag gehalten zum gleichen Thema, so ungefähr.
00:01:41: Autismus auf der Arbeit?
00:01:42: Ja genau!
00:01:44: Das wird jetzt gerade sehr angefragt finde ich sehr spannend.
00:01:49: Kriegst du mehr Anfragen als im letzten Jahr zum Beispiel?
00:01:54: Ich bin ja am dritten Jahr selbstständig.
00:01:56: das nimmt jedes Jahr immer mehr zu Diese Anfragen und auch wird es immer konkreter.
00:02:04: Nicht nur erzählen Sie uns mal was über Neurodiversität, so für die Belegschaft?
00:02:08: Ich werde ja auch für Unternehmen und sowas gebucht sondern das geht jetzt immer weiter.
00:02:13: Auch ich bekomme immer mehr Fragen zum Führungskrifte Coaching und Teamleitung und Arbeitskultur.
00:02:21: Sag mal, erlebst du das auch dass du dann wenn du vor solchen Auditorien stehst oder wie sagt man dazu, also vor Publikum stehst du ja mutmaßig meistens wenig in dieser ganzen Materie vertraut sind.
00:02:38: Dass sie dann erstmal etwas verständnislos gucken wenn Du von Neurodiversität oder Neuro-Divergänz sprichst?
00:02:48: Ich erlebe es manchmal dass das wenn ich davon erzähle wie auch meine Wahrnehmung ist, dass ich die Rückmeldungen bekomme.
00:02:55: Ich kann es überhaupt nicht nachvollziehen aber Ich bekomme trotzdem ein Bild davon wie das sein kann, auch wenn das fern ab meiner Realität ist.
00:03:03: Aber das finde ich total spannend weil es heißt ja immer dass Menschen wie ich ihre Welt nicht so verstehen können.
00:03:09: aber ich bin ja großer Anhänger des Double Empathy Problems.
00:03:13: was heißt?
00:03:15: Die andere Seite versteht mich doch genauso wenig.
00:03:17: die können sich da auch nicht in Menschen wie mich hineinversetzen.
00:03:21: und wenn ich diesen Perspektivwechsel mache dann gibt's so einen Switch manchmal.
00:03:26: Oder meintest du mit deiner Frage eher den Begriff, also schon wieder ein neuer Begriff für etwas?
00:03:30: Ja ja auch das so.
00:03:32: Das weiß ich doch wissen.
00:03:34: Also das doppelte Empathie-Problem, das gibt es natürlich auch, das hatte Stefan immer weiter letztes Jahr auch schon erwähnt aber gleichzeitig eben auch diese Vielfalt von Begrifflichkeiten die wir so, ich sag mal Community intern fast rutinemäßig nutzen.
00:03:52: Aber es ist meistens dass ich merke, das Vorwissen wird immer mehr.
00:03:59: Das einzige, wo es jetzt wirklich war, wo ich lauter Fragezeichen hatte, war... Ich habe in Stuttgart für den Flughafen und die Azubis ein Workshop zu einer Universität gemacht.
00:04:07: Die wussten überhaupt nicht was das war!
00:04:09: Und die waren auch sehr still zu Beginn.
00:04:15: Dann musste sich das ganze Programm umschmeißen, dass sie da doch etwas machen und am Ende hab' ich ganz tolle Rückmeldungen bekommen.
00:04:21: Es war einfach schön.
00:04:25: so durch die Brille des Jobcoaches, der du ja auch bist betrachtet.
00:04:29: Wenn du den Werdegang unseres letzten Podcasts hier auf dieser Bühne vor einem Jahr, Stephanie Merwalter, die du auch persönlich kennst und deinen eigenen betrachtest ihr habt beide mit Mittevierzig erst eure Autismusdiagnosen bekommen Ist doch richtig, bei dir war es auch so mit Mitte.
00:04:45: Ja,
00:04:46: glaube ich.
00:04:47: Ich kann's mir nicht merken aber sowas ist so.
00:04:51: Also Stefan, die Mehrwalte habe ich doch.
00:04:54: Ihr kennt euch persönlich genau?
00:04:56: Wenn ihr euch diese Lebensläufe von euch beiden, also sie war erst Lehrerin und ist dann nach der Diagnose hat sie alles umgekrempelt.
00:05:03: Hat Podcast gemacht und Bücher geschrieben.
00:05:05: Du warst vorher sechzehn Jahre in Leitungsposition als Sozialpädagoge, hast Teilhabe-Stellen eine Teilhabefachdienst, Teilhabestelle für Autismus sogar geleitet und mit diversen Menschen zusammen gearbeitet.
00:05:20: Und dann deine Diagnese bekommen so spät im Leben dieser Umbruch im Lebenslauf, also dass es dann nochmal so einen Neustart gibt.
00:05:30: Würdest du sagen das ist typisch autistisch?
00:05:35: Ja ich mag nicht was typisch ist aber es ist ich glaube eher diese Brüche.
00:05:43: die finden wir ganz viel in den Vitas oder Vité Hier, was sagen die Fachleute dahinten?
00:05:50: Ich glaube, Vite.
00:05:52: Ich hatte irgendwann mal Dateien ganz
00:05:53: kurz.
00:05:54: Ja ich auch und da war ich immer schlecht drin.
00:05:57: Weil ich habe gestern...
00:05:58: A-R-Ä am A also A-E wie Tee.
00:06:01: Ich hab gerade etwas anderes verstanden aber gut.
00:06:05: Ganz kurzer ADES-Teil von mir abschweif.
00:06:09: Ich habe gestern darüber nachgedacht, warum hab ich damals Latein genommen und nicht Französisch?
00:06:14: Aber es ist zu irgendetwas wahrscheinlich gut gewesen, dass sich heute Vitei sagen kann!
00:06:19: Ja also... Und ich weiß gar nicht mehr wie die Frage war, doch weiss ich.
00:06:24: Diese Brüche gibt's wirklich und das geht damit ja auch ziemlich offen um.
00:06:30: wie Stefanie Komobilitäten vorherentwickelt, psychische Zusatzerkrankungen und war ein Therapien.
00:06:35: Und dann gab es immer nur ... Sie haben eine Angststörung, sie haben Depressionen, aber das ging nie zum Kern.
00:06:42: Seit ich ein Kind bin, wurde ich mitgeschleppt schon zu einem Kinderarzt, weil meine Eltern nicht mit mir klar kam.
00:06:48: Das waren in den Siebzigern.
00:06:49: Dann hat der Kinderarzte irgendwann gesagt, Florian, du musst doch lieber zu deiner Mama sein!
00:06:55: Dann wird das schon.
00:06:57: Also,
00:06:58: d.h.,
00:06:59: das ganze Leben kriegst du so mit, dass was schräg läuft.
00:07:01: und ich hab noch mal nach der Diagnose brauchte ich nochmal ein paar Jahre.
00:07:09: Und da war Stefanie ohne dass wir uns da schon persönlich kannten ganz wichtig für mich genauso wie André Frank Zimpel, der ja viel zum Thema Neurodiversität macht, dass die mir den Mut gemacht haben Ich darf ich sein!
00:07:23: Dann hat sich das jetzt so entwickelt.
00:07:28: Ein Post von dir, ein Satz von dir den du letztes Jahr mal im Internet hattest hat besonders viele Reaktionen hervorgerufen.
00:07:35: Das war ein ganz simpler Satz aber den fand ich auch sehr schön und habe sofort einen Like gesetzt.
00:07:40: Da hast Du gesagt Autismus bedeutet für mich dass Ich verpasse was andere bemerken Und bemerke was anderen entgeht.
00:07:49: Wann ist dir das in beruflichen Kontext aufgefallen?
00:07:51: Dass du dich irgendwie außen vor gefühlt hast?
00:07:55: Ich habe das alles verdrängt, ich kann die Sachen im privaten Bereich.
00:07:58: Die merke ich mir total.
00:08:00: was im beruflichen ist es einfach dass ich also so ein Beispiel, dass ich damals als ich anfing in der Tagesgruppe zu arbeiten, dass sich die Implicit die Auffahrung bekommen hab irgendwann ... so ein Schein zu machen, Hygieneschrei, dass ich in der Küche da werke.
00:08:20: Und das habe ich aber ewig nicht gemacht, weil mir gab es keine Date-Line und sonst was... ... und irgendwann habe ich von null auf hundert aus in meiner Wahrnehmung einen totalen Anschluss bekommen,... ... war nicht das dann endlich mal mache?
00:08:30: Ich arbeite jetzt schon drei Monate dort und das muss ich jetzt mal machen!
00:08:34: Und ich wusste auch nicht, dass sich selbst organisieren muss.
00:08:39: Also in solchen Dingen bin ich früher immer als sehr naiv und sowas.
00:08:44: Das wurde mir so gesagt.
00:08:46: Dabei sind mir einfach die Regeln nicht klar gewesen.
00:08:48: Ich habe es halt mal gehört und solange ich da nicht konkret was höre, kann ich damit schwer etwas anfangen.
00:08:54: Und solche Dinge nehme mich dann einfach nicht wahr in der Kommunikation.
00:09:00: Sonst passiert es mir auch im privaten eher wenn ich im Kreis von Leuten stehe und mich unterhalte dass sich das oft... Früher ist mir das oft so gesagt worden, ich stelle mich da mit dem Rücken zu anderen Menschen und es stehe nicht so, dass ich alle mit einbeziehe.
00:09:18: Und auf sowas kann ich überhaupt nicht achten.
00:09:21: Mittlerweile ist es mir auch egal aber ich habe früher solche Rückmeldungen häufig
00:09:24: bekommen.".
00:09:26: Also bisschen spielte sich auch darin was du vorhin schon mit doppelten Empathieproblemen angesprochen hattest?
00:09:33: Dass Sie sich kein Kopf darüber gemacht haben welche Informationen für dich richtig sind was ja umgekehrt manchmal ähnlich ist.
00:09:40: Und das begegnen wir eben in der Therapie zum Teil auch, dass da Menschen die zu uns kommen, Schildern... Ich hatte irgendwas gemacht und die Kolleginnen hatten sich dann beschwert, dass das nicht geklappt hat.
00:09:54: aber ich hatte ja auch nicht gewusst, dass so laufen sollte und völlig verzweifelt und denken sind, völlig verkehrt sei ich nie!
00:10:01: Ich glaube du bist da schon kompetent an die Sache rangegangen, aber da sind ein paar Dinge ... aus dem Vorgeblieben, die dir nicht mitgeteilt wurden und vorher solltest du es auch wissen.
00:10:10: Du kannst das ja nicht... ...aus dir den Köpfen entnehmen.
00:10:13: Und umgekehrt können sie auch nicht in deinen Kopf gucken.
00:10:16: Also... ...weil vielleicht noch Fragen offen waren und er sich nicht sicher war,... ...ob er die Frage jetzt stellen sollte oder nicht?
00:10:24: So weil er dachte, die Frage ist doch so scheinbar... ...selbstverständlich also müsste mir das ja noch mitgeteilet werden aber ist gar nichts.
00:10:35: Ja ich habe irgendwann bei der Arbeit aufgehört Fragen zu stellen.
00:10:40: Ich habe eigentlich schon in der Schule keine Fragen mehr gestellt, was ich immer gemacht habe ist, ich konnte gut beobachten Was die anderen machen?
00:10:47: Ich wusste ja nicht, was sich jetzt für eine Aufgabe schon in einer Schule machen soll.
00:10:51: Das Studium hab' ich auch nur geschafft weil ich ein Freundeskreis hatte, den mich mitgezogen haben.
00:10:55: Ich habe das Diplom nur geschafft, weil ich eine Kommilitone, eine gute Freundin hat, mit der ich das zusammengeschrieben habe.
00:11:02: Ich hätte das alle... ich habe das im Korikulum und die Studienordnung.
00:11:06: Ich habe es versucht, ich habe es nicht verstanden und ich habe keinem darüber davon erzählt aus Scham.
00:11:11: Ja ja das wollte ich grad fragen.
00:11:12: also was eigentlich dazu führt dass du dann aufgehört hast nachzufangen.
00:11:15: so war's dann
00:11:16: auch
00:11:16: Scham.
00:11:17: oder auch die Idee du könntest an den Leuten zu Last fallen?
00:11:21: Oder was ich manchmal so im therapeutischen Kontext gehört hab?
00:11:25: Zu Last fallen oder hey warum machst du es dir immer so einfach?
00:11:28: Du musst dich damit auseinandersetzen wie alle anderen auch Und dann verstehst du es halt.
00:11:34: Also man geht auch nicht den einfachsten Weg, aber für mich ist das der verdammt schwerste Weg gewesen.
00:11:39: Interessant dass du diese Aussage gehört hast.
00:11:41: warum machst du es dir immer so einfach?
00:11:42: Typisch ist ja auch wahrscheinlich hast du die genauso gehört.
00:11:46: Warum machst du's dir immerso schwer?
00:11:50: Ja genau also das ist dann das Thema wie Du musst doch einfach nur mal machen Mach doch einfach mal nur Dann wird das schon.
00:11:59: Das musst du noch mehr probiert haben
00:12:00: ... oder noch einen Beitrag aus dem Bullshit-Bingo.
00:12:05: Du musst dich einfach nur mal zusammenreißen,
00:12:07: ne?
00:12:07: Ja natürlich!
00:12:08: Genau und das hat jetzt nicht so richtig... Ich muss aber den Rent gerade mal loswerden weil ich das in meiner täglichen Arbeit erlebe.
00:12:19: dass Menschen nicht ernst genommen werden und nur weil sie nach außen hin funktionieren heißt es noch lange nicht wie's ihnen drin aussieht.
00:12:26: Ich bin jetzt gestern in Walz-Rode, ich will ja nicht jammern.
00:12:29: Aber ich bin gestern hier in Walze Rode gewesen und weiß dass sich die Osterfeiertage und auch die nächste Woche wahrscheinlich nicht viel machen werde.
00:12:38: Ich liebe das was ich mache und es gibt mir Energie aber es zieht mir einfach auch viel Energie besonders darum herum und da habe ich auch Gehaltausfall sozusagen dadurch und solche Dinge werden einfach gesehen und jetzt können die Leute sagen, dann mach's einfach nicht.
00:12:57: Aber mir ist das ein Anliegen.
00:13:02: Diese Kombi, die du mitbringst wie viele Menschen, ADHS plus Autismus... Was macht das, dass es beides zusammenkommt bei dir?
00:13:12: Das macht das ich einen Teil habe der total routiniert ist und ich morgens nur meinen bestimmten Ablauf habe, wie ich mir mein Müsli zusammengestelle, wie viele Nüsse ich reintuhe ob ich noch Fünf getrocknete Früchte von einer Sorte reintuhe.
00:13:28: Das mache ich dann, bis ich von heute auf morgen das so eklig finde und was ganz Neues brauche.
00:13:32: Dann esse ich vielleicht ein halbes Jahr nur ein Lappatoast mit Gouda.
00:13:35: Da find' ich das auch wieder ekelig.
00:13:37: aber ich hab dann immer so eineseits Routine und andererseits wenn nicht nur einmal ne Impulskriege.
00:13:42: kann es sein dass mir das den ganzen Tag zerhagelt und ich am Ende dachte Mist, ich musste arbeitsmäßig da noch hier und dort anrufen.
00:13:50: Das habe ich doch gestern schon gesagt.
00:13:52: Und dann kriege ich einen Anruf, wir haben auf Ihren Call gewartet und so was.
00:13:56: Also einerseits bin ich sehr in Routinen drin und andererseits verpeilig ganz viele Sachen.
00:14:03: Und das ist wirklich eine Belastung für mich!
00:14:07: Ich hab es auch schon medikamentös probiert, aber es hat nicht so geklappt.
00:14:13: Was hatte das denn für Konsequenzen?
00:14:14: Was ist stattdessen passiert?
00:14:16: Stattdessen... Ich habe erst Medikinät genommen, da habe ich mich total dissociiert gefühlt.
00:14:23: Da fühlte ich mich wie dass mein Kopf und meinen Körper nicht mehr eine Einheit sind nachdem die Dosis erhöht worden ist.
00:14:31: Und dann habe ich zu Elvanse genommen und da hab ich dann so den ganz trockenen Mund permanent gehabt sehr stark geschwitzt.
00:14:40: der Blutdruck ist hochgegangen.
00:14:42: Habe eh schon erhöhten Blut druck Und das war gleichzeitig noch in einer... Ich habe blöderweise damit angefangen, als ich eigentlich schon, das war letzten Herbst ...in so eine Burnout-Phase war und dann hat sich das so hochgeschraubelt.
00:14:56: Das war einfach nicht gut!
00:14:59: Da bin ich auch mal zwei Monate, da hab' ich doch mal nichts gemacht in der Richtung.
00:15:04: Das brauchte ich.
00:15:06: Muss vielleicht noch dazu sagen dass diese Medikationen immer auch wieder sehr individuell wirken, also bei dir hat es ihm die Wirkung gehabt.
00:15:13: Bei manchen hat das eine tatsächlich positivere Wirkung und dass ist eben auch immer sehr schwer abzuschätzen.
00:15:21: Es müssen dann sehr erfahrene Ärzte begleiten weil eben auch viele Medikations ja gerade im Norde-Divergentenspektrum sehr anders wirken als man sonst so verschreiben würde.
00:15:34: Ja und jetzt habe ich es anders gemacht.
00:15:35: Ich bin dadurch wirklich wütend und verzweifelt gewesen, weil ich Menschen kenne die Nehmens und sagen ey ist bei mir wirklich switch wie ein Schalter und ich krieg Sachen besser hin.
00:15:44: Und bei mir ist das nicht so.
00:15:46: und mittlerweile auch in meiner Arbeit wenn wir Dinge passieren ohne mich zu rechtfertigen Ich bin mir nicht mehr böse drum und ich sage den Leuten kurz eine Rückmeldung ohne dass ich mich.
00:15:57: früher hab ich mich tausendmal entschuldigt bei so Sachen Das mache ich nicht mehr und seitdem merke ich, ich habe diese Teile und die Leute gehen trotzdem gut mit mir
00:16:07: um.
00:16:08: Und geben mir die Aufträge.
00:16:10: Da war neulich eine für dich ganz schreckliche Situation.
00:16:14: das hast du dann auch auf den sozialen Medien Instagram und bei LinkedIn glaube ich auch geteilt.
00:16:20: dabei hast du mitten in einem online Seminar dass du für eine große Firma gegeben hast klingelte es an der Tür.
00:16:27: bist du selber weiter erzählen
00:16:30: Nee, du erzielt es ja so schön.
00:16:32: Bei mir weg das dunkle Erinnerungen.
00:16:34: Also der Eyecatcher war das Foto, dass Du von dir selbst gemacht hast.
00:16:38: also man sieht einen Florian Malike wie er halb aus dem Bild rausfällt und wirklich aussieht als wärst Du kurz vor der Ohnmacht.
00:16:45: da hat nämlich während dieses Online-Seminaes es geklingelt und es wurden Möbel angeliefert die eigentlich wesentlich später angeliefert werden sollten
00:16:54: Und aufgebaut werden sollten.
00:16:56: Genau
00:16:57: Ja Das kann man dann währenddessen nicht wirklich gebrauchen.
00:17:01: Ja
00:17:01: und das war ein sehr großes Unternehmen, mit dem ich gerade einen Workshop gegeben habe.
00:17:05: Oha!
00:17:06: Und der stand dann immer nie mehr mit dem Schein und da steht es nicht.
00:17:10: und ich sag doch, das hab' ich so ausgewacht?
00:17:11: Nein, da steht er's nicht ja.
00:17:15: Ich hab´s dann durchgezogen genau...
00:17:18: Und du hast dich bedankt, wie die Reaktionen deines Gegenübers war.
00:17:23: Die waren nämlich so, wie du es dir gewünscht hast.
00:17:27: Erzähl mal was haben sie gemacht?
00:17:30: Also die das geleitet haben, die haben tatsächlich gesagt hey wir machen jetzt mal gerade alle mal fünf Minuten einfach mal Pause und Kameras aus und erklärst das mal in Ruhe.
00:17:41: und das haben wir gemacht und nachher habe ich das nochmal kurz aufgenommen.
00:17:49: Ich habe es dann einfach gesagt, das was ihr gerade erlebt.
00:17:51: Das ist tatsächlich so ein Alltag für Menschen die Neurodivergenz sind.
00:17:55: Das kann halt immer wieder passieren auch in den unmöglichsten Situationen und insofern war's ein Benefit!
00:18:02: Und ich war danach halt ziemlich fertig und eigentlich mache ich sowas nicht.
00:18:05: Das bisher das einzige Mal gewesen dass sich dazu so einen Beitrag in der Art gemacht haben.
00:18:11: aber ich dachte einfach das ist so wichtig nicht um mich da zu exponieren Sondern ich bekomme die Rückmeldung von Leuten, die dann sagen jetzt kriege ich ein Bild davon und auch Leute, die mir sagen Danke.
00:18:25: Mir geht es so oft so schlecht Und zu sehen wir sind nicht alleine Das finde ich einfach schön.
00:18:34: Ich habe noch die Frage Wie bist du zu dem Punkt gekommen?
00:18:38: Dass du sozusagen jetzt sowohl wollt auf dich gucken kannst dass du dich dafür nicht tausendmal rechtfertigt oder shames, sondern sagst okay geht heute nicht ist so.
00:18:51: Darf ich einen ganz kleinen Schlenker machen?
00:18:53: Ich spreche mich ab wenn es zu kompliziert ist.
00:18:56: Oder wenn ihr einschlaft und die Gesichter sehen
00:19:00: nicht mehr
00:19:01: aus.
00:19:04: Okay also ich habe ja viele viele Jahre.
00:19:07: ich hab mich seit meiner Jugend mit Autismus beschäftigt aber ich dachte ich fand die Menschen so spannend.
00:19:13: im Nachhinein weiß ich warum.
00:19:14: da war ich schon für mich unbewusst wahrscheinlich auf der Suche, so küchenpsychologisch gesehen und auch meine Arbeit.
00:19:21: Da habe ich immer mit neurodivergenten und autistischen Menschen gearbeitet, hab mir aber nie vorstellen können, als ich schon für mich den Verdacht hatte, den ich ja schon viele Jahre vorher hatte, seit den frühen Jahrzehnten an dass ich da gehe ich nie auf irgendein Community treffen oder sowas weil mein Klientel ist mir schon so anstrengend Auch wenn ich ihn verdacht hatte.
00:19:41: das war sehr paradox!
00:19:42: Und seid ihr Diagnose?
00:19:44: Und seit ich auch mich damit zeige, ich wollte das erst nicht übrigens.
00:19:51: Das ist mir dann geraten worden doch gesagt, dass ruhig mal das so ist.
00:19:54: Dein eigener Jobcoach hat dir dazu geraten
00:19:56: meintest du?
00:19:56: Ja genau meine Gründungskoaching hat er es mir gesagt.
00:19:59: Ich habe einen Gründungscoaching bezahlt bekommen vom Arbeitsamt.
00:20:03: Nach sechzehn Jahren hast Du dich selbstständig gemacht im Jahr nach der Diagnose ja
00:20:08: und da hab' ich dann online plötzlich Leute getroffen ... die wirklich auch so wie ich sind.
00:20:15: Deswegen, das war der Game Changer... ... dass... ... Stefanie Merwalter mit ihren Podcasts,... ...die mir gezeigt hat, wie man sein kann.
00:20:26: André Frank Zimpel zum Thema Neure Diversität.
00:20:28: Leute, die mit denen wir uns über unseren Autismus auch mal lustig machen konnten oder auch mal... ... ist uns über die neurotypischen lustigmachen konnten.
00:20:38: Wie schräg die eigentlich sind?
00:20:39: Und das heißt diese Verbindung, das hat mir total geholfen.... dass es okay ist und ich muss mir nicht jeden Stiefel anziehen.
00:20:47: Was sind die drei Dinge, die dich am meisten an neurotypischen Menschen
00:20:51: nerven?
00:20:53: Das ist fies!
00:20:54: Das kriege ich nicht so schnell priorisiert und geordnet.
00:20:58: So viel, was man da priorisieren muss.
00:21:01: Ja, das klingt fast wie ein Bewerbungsgespräch.
00:21:04: Nennen Sie Ihre drei positiven Eigenschaften jetzt.
00:21:06: nennen sie mal bitte unsere drei schlechten.
00:21:08: Immerhin
00:21:08: hast du das schon auf drei eingeschränkt weil vor Jahren gab's meine Lesung mit Axel Braun, kennst du wahrscheinlich
00:21:15: auch?
00:21:16: Er wurde
00:21:16: gefragt, was nervt sie denn am meisten im Umgang mit dem typischen Mensch?
00:21:20: und er hat geantwortet.
00:21:23: Wollen Sie das in siebenunddreißig setzten, in siebunddreißig Worten oder an sieben und dreißig Buchstaben beantwortet haben?
00:21:28: ich habe ein Fable für die Zahl sieb und Dreißig
00:21:34: zum Beispiel dass wie geht es dir das fängt das schon an?
00:21:36: weil ich kann das einfach nicht sagen.
00:21:39: gut und dir Ich dachte jahrelang, ich kann super gut Smalltalk machen bis ich gemerkt habe.
00:21:45: Es langweilt mich ganz schnell und ich muss das Thema auf meine Interessen ziehen wieder... ...und dass es dann gar kein Smalltalk mehr ist.
00:21:52: Das hab' ich aber erst sehr spät kapiert weil ich dachte, ich wär da total super drin und ich mach das gerne!
00:21:57: Aber dann hab' nicht gemerkt, dass sich die anderen damit ganz schön anstrengen können.
00:22:01: Also diese Smalltalk-Sachen, diese impliziten Sachen wenn man nicht konkret mir sagt also ich brauch Deadlines zum Beispiel falsche Höflichkeit hilft mir überhaupt nicht weiter.
00:22:12: Das waren jetzt ja schon irgendwie so drei Sachen.
00:22:15: Du hast neulich gepostet der schlimmste Satz aus Bewerbungsgesprächen, also ihr merkt vielleicht ein bisschen ich dringe so in Richtung Arbeit zurück?
00:22:22: Ich
00:22:22: merke das nicht, mach' es
00:22:23: einfach!
00:22:27: Der schlimmste Satz ist erzählen Sie doch mal von sich.
00:22:31: Ja was soll ich denn da dann erzählen?
00:22:33: Das
00:22:34: ist auch wieder komplett unspezifisch.
00:22:36: Erzählen sie doch mal.
00:22:38: Okay, soll ich jetzt über meine Fußnägel erzählen oder über meine Frisur?
00:22:42: Oder was wollt ihr wissen?
00:22:43: so.
00:22:44: Ja eben!
00:22:46: Was sagst du jungen Menschen die aus der Schule kommen und vielleicht ihre erste Bewerbung sogar bei einem Praktikum oder so schreiben?
00:22:53: sollen sie sich outen wenn Sie wissen dass sie im Autosmaßspektrum sind?
00:22:58: Das ist tatsächlich eine Frage.
00:22:59: die kann nicht mit ja und nein beantworten.
00:23:01: Ich bespreche dann mit denen Was ist dein Ziel?
00:23:04: Was wünschst du dir, was hat das für ein Benefit wenn du das machst?
00:23:10: und Wenn Unternehmen?
00:23:12: also ich merke dass Ich habe meistens nicht gerade Also die meisten die zu mir kommen.
00:23:18: Die sind schon welche die bisschen länger Im Arbeitsmarkt sind und dann vielleicht aber die Arbeit verloren haben und jetzt überlegen wie sie es machen.
00:23:26: Aber da merke ich auch diesen ganz fein.
00:23:28: in der Wahrnehmung ist das unternehmen Neurosensibel, zeigt macht es Posts.
00:23:37: Macht das Aktionen mit lässt es schon mal auch Mitarbeitende zur Wort kommen die davon, die halt Neurodivergent sind und danach richten sie das?
00:23:48: Und ich kenne welche, die sagen ja ich stehe dazu und ich möchte das und ich mach gibt den noch gerne ein Manual of me.
00:23:57: Das finde ich ganz spannend.
00:23:58: dass gibt auch Unternehmen, die wollen das kann ich vielleicht gleich noch was zu sagen, also eine Bedienungsanleitung von sich selbst.
00:24:04: Ich kenne aber auch ganz viele die sagen, ich habe in meinem Leben so schlimme Erfahrungen gemacht... ...ich werde das nicht sagen dass ich das bin und dann ist es aber ganz häufig so, dass die dann anfangen zu arbeiten und dann kippt's.
00:24:17: Das Schlimme ist aber das Dramatische ist, es kippte auch oft wenn sie es gesagt haben Weil das ändert nichts.
00:24:25: Das zu sagen, ändert erst mal nichts.
00:24:27: der Wissen und der Umgang muss und es muss gelebt werden in einem Unternehmen sonst bringt es nichts.
00:24:34: Die meisten Leute haben ein falsches Bild
00:24:37: davon?
00:24:37: Ja, das glaube ich nur so.
00:24:38: an sich müsste man wenn man da schon mit dem Outing verbindet auch ein Coaching fürs Team dran hängen und sagen, so liebes Team wisst jetzt ihr habt neugierige divergenten Kollegen Punkt, Punkt, und dann setzt man die Bedarfe dahinter.
00:24:56: Und das ist ja genau das was du
00:24:57: machst?
00:24:58: Ich wollte gerade sagen es habe ich gerade aktuell.
00:25:00: Das läuft aber interessanterweise nur bei den richtig großen globalen Playern bei den Unternehmen.
00:25:06: Den ist das wichtig.
00:25:07: Ich hab schon mal vor zwei Jahren von der Rechtsanwaltskanzlei bekommen hier unser Autist wir machen dem alles möglich.
00:25:14: Der sitzt dabei immer unter am Tisch oder geht in den Materialraum und sortiert die Heftklammern.
00:25:20: Das ist irgendwie seltsam.
00:25:21: Können Sie mal machen, dass der wieder normal ist?
00:25:25: Und dann frage ich na was... Was machen sie denn so?
00:25:27: und dann erzählen die mir das?
00:25:29: Dann frage noch sowas.
00:25:30: Glauben Sie, was er noch so braucht?
00:25:31: Dann kommt nichts mehr!
00:25:33: Und dann sage auch wenn ich mit ihm arbeite, arbeite ich auch mit Ihnen weil ich mache das nur zweigleisig.
00:25:41: Ich habe ganz häufig nichts mehr gehört.
00:25:43: Das ist mir schon öfter passiert.
00:25:44: Da kommt gar nix mehr.
00:25:46: Vor allen Dingen schon die Frage, machen Sie doch mal das ja wieder normal.
00:25:49: Es
00:25:49: ist nicht übertrieben oder?
00:25:51: Ja es ist nicht übertrieben.
00:25:54: Du wolltest was erzählen zu dieser Bedienungsanleitung von sich selbst
00:25:58: hattest du gerade
00:25:59: erwähnt.
00:25:59: Das hilft dann in so einem Moment vielleicht?
00:26:02: Also das hilft... Ja erst
00:26:04: einmal was ist das?
00:26:06: Das
00:26:06: Manual auf mich ist etwas was grade so ... wo ich jetzt ein paar Unternehmen kenne, die fordern das ein.
00:26:12: Unabhängig davon ob du Neurodivergent bist oder nicht,... ... wo du einfach schreibst was brauche ich um gut arbeiten zu können... ...was hindert mich daran gutarbeiten zu können?
00:26:22: und das finde ich ganz großartig.
00:26:24: Und ich habe auch vor einem Jahr zum ersten Mal gehabt dass ich einen Klienten hatte der wollte damit sehr offen umgehen für eine Auto-IT-Unternehmen und die sagten dann auch im Bewerbungsgespräch Hey, schreib uns also von sich aus.
00:26:37: Schreibe uns das mal auf!
00:26:38: Wir wollen deine Arbeitskraft weil wir wissen... Wir haben deine Arbeitsproben gesehen.
00:26:42: du machst ein hammer Job und du sagst du bist Autist.
00:26:45: was brauchst du um hier gut arbeiten zu können dass wir dich hier gut haben können?
00:26:49: Und dann schauen wir was von uns strukturell möglich ist und was nicht.
00:26:52: da gehen wir ganz offen und transparent mit um und ich glaube das fehlt häufig.
00:26:57: Ja, das ist der Best Case.
00:26:58: Das
00:26:59: war der Best-Case und häufig ist es so wie auch schon in Schulbegleitungen – das Kind braucht erst mal keine Schulbekleidung, da ist doch viel zu früh!
00:27:06: Lassen Sie das doch erstmal selbst Erfahrungen machen und dann braucht man eine oder zwei Jahre wenn das Kind ein Brunnen gefallen ist nur Begleitung zu bekommen und das ist auf der Arbeit ähnlich.
00:27:17: Wie ist das mit den Spezialinteressen?
00:27:21: Ist es sinnvoll, sich auf die zu besinnen und einen Beruf zu suchen der da irgendwie mitzutun
00:27:27: hat?
00:27:29: Naja.
00:27:31: Also ich überleg was so meine Spezialinteressen sind und die sind alle nicht mein Beruf.
00:27:37: Stimmt gar nicht!
00:27:38: Was
00:27:38: denn?!
00:27:39: Du hast gesagt dich hat Autismus seit der Jugend interessiert...
00:27:41: Ich wusste dass du mich noch kriegst ja, hatte
00:27:42: mich interessiert.
00:27:45: Aber tatsächlich so Sachen wie Astronomie, drei Fragezeichen und andere Sachen die liebe ich einfach oder Musik machen.
00:27:54: Die habe ich für mich gemacht.
00:27:57: was ich eher gut finde ist als Schulbegleitung habe ich gemerkt wenn du weißt was die Spezialinteressen deiner Kinder sind hast du ganz schnell Fuß in der Tür.
00:28:07: Über Beziehung ist alles.
00:28:08: Das stimmt.
00:28:09: Absolut, was auch meine Erfahrung.
00:28:11: Ja also das ist für Eltern um die auch mal mit einzubeziehen ist dass soziale Umfeld sind die Spezialinteressen oft die Möglichkeit überhaupt in ein Gespräch miteinander zu kommen und dann von dort aus das vielleicht doch an die Richtung zu lenken.
00:28:27: Was soll es denn als nächstes werden?
00:28:29: Vielleicht durch die nächste Schule oder wo willst du denn mal hin?
00:28:33: Darf ich noch etwas sagen zu den spezialen Interessen?
00:28:35: Na klar!
00:28:35: Gut, weil ich habe das auch häufig erlebt.
00:28:37: Dass manche so spezielle Spezialinteressen haben dass es sehr, sehr schwer ist sie auf den Weg zu kriegen, dass Sie das hinbekommen und dass sie dann häufig nicht so flexibel sind.
00:28:50: wenn das nur müh abweicht die Stellenbeschreibung Dann wird es schwierig damit.
00:28:55: Dann geht es eher damit hab ich früher mit Jugendlichen gearbeitet Wie könnt ihr euer Repertoire erweitern?
00:29:03: Schauen wir mal, ob du vielleicht noch andere Dinge entdecken kannst.
00:29:06: Weil dann wird es wirklich schwierig.
00:29:09: Du hast schon recht, das was ich mache liebe ich total.
00:29:13: Deswegen muss sich auch immer aufpassen dass ich für mich Grenzen setze.
00:29:16: Das fällt mir oft schwer.
00:29:18: Das kann gut sein aber ich möchte's nicht pauschalisieren.
00:29:24: Dieses Interesse geht ja auch manchmal über in das, was wir Stimming schon öfter genannt haben.
00:29:30: Das ist so ein fließender Übergang wo die Beschäftigung damit auch um ihrer Selbstwillen aufrechterhalten wird weil es zum Beispiel hilft sich zu entspannen und da sind dann andere Leute drum herum.
00:29:44: eher stören
00:29:46: Das sowieso.
00:29:47: Aber da sind ja die Spezialinteressen auch so wichtig, weil es in dieser Sicherheit Raum ist und da haben wir dann vielleicht auch so ein Spektrum von.
00:29:54: du sprichst gern darüber bisschen zu.
00:29:57: das sollten jetzt nicht andere Zwischenpunkten.
00:29:58: Das ist meins.
00:30:01: Was sind denn noch Fähigkeiten, die autistische Menschen häufig mitbringen, die sich im Arbeitsumfeld gut machen?
00:30:11: Okay, das sind ja immer so schöne Sachen.
00:30:13: Da kann ich nicht pauschal darauf antworten.
00:30:15: wenn je mehr psychologische Sicherheit im Unternehmen ist desto mehr sich Menschen wohl fühlen und auch Autistinnen und Autisten desto loyaler sind sie.
00:30:26: Und das heißt dann hat man Dann hat man menschen wie uns lange an der backe.
00:30:31: Wenn die sich wohlfühlen und die sind sehr engagiert dass erlebe ich ein großes Engagement großer hyper fokus und wenn Aufgaben da sind die Spaß machen ... dann kann das richtig zur Sache gehen und dann können Synergien entstehen.
00:30:45: Und auch dieses Out of the Box-Thinking finde ich ganz toll, wo ich aber auch immer merke dass es wird häufig... ...auch als Nerven wahrgenommen.
00:30:54: Als etwas Nervendes ist das.
00:30:56: hey!
00:30:56: Ich habe schon wieder eine Idee.
00:30:58: Dann gehe ich im Coaching aber auch damit, dass sich den Unternehmen sage wenn euch was nervt dann rahmt es anders.
00:31:05: Dann gibt diesen Menschen einfach schon den Raum, aber macht das spezifisch und nicht an der Kaffeerausgabe.
00:31:14: Weil das habe ich auch schon erlebt, dass mal einem gekündigt worden ist weil er den Chef morgens in einer Kaffeeausgabe immer von seinen neuesten Ideen erzählen wollte.
00:31:23: War halt nicht so schön für ihn da gekündigt worden ist.
00:31:25: Aber der hat nicht die Chance gehabt, dass der Chef mal gesagt hat du morgens brauch meine fünf Minuten Kaffee, das ist hier Tabu.
00:31:32: Wenn du was willst einmal in der Woche können oder einmal im Monat machen werden kannst du kommen für eine Viertelstunde und da kannst du dich darauf
00:31:39: vorbereiten.".
00:31:41: Da sind wir bei einem Punkt.
00:31:42: diese klare Sprache jetzt wieder... Das sollten Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern mitbringen, dass sie die Dinge möglichst klar auf den Punkt bringen?
00:31:53: Ja!
00:31:54: Und wenn Sie deswegen also Es entstehen so viele Ideen in vielen verschiedenen tollen Köpfen und ich würde mir einfach wünschen, dass den mehr Raum gegeben wird.
00:32:05: Und es muss ja auch nicht immer alles richtig sein aber dadurch gibt's doch Fortschritt.
00:32:09: Dadurch entstehen noch tolle Dinge und das stimmt hier auch nicht so per se, dass autistische Menschen keine Teamplayer und sowas sind.
00:32:15: Das Spektrum ist groß und ich kenne schon welche.
00:32:18: die können nur für sich arbeiten und sich sein.
00:32:21: Aber es ist ja oder auch Rückzugsräume haben.
00:32:25: aber wenn wir das alles in der Arbeit haben dann können einfach viele Sachen entstehen.
00:32:31: Dann gibt es kein Hemmnis daran, ich weiß nicht wie die Zahlen aktuell sind.
00:32:37: Irgendwas zwischen siebzig und neunzig Prozent sind doch...
00:32:40: Gut, dass du das noch mal fragst.
00:32:42: Das wollte ich in meiner
00:32:43: Anmoderation eigentlich schon gesagt.
00:32:44: Ich
00:32:45: weiß!
00:32:46: Ich habe da noch darauf gewartet... Also wie viele autistischen Menschen arbeitslos sind?
00:32:49: Darauf fühlst du hinaus.
00:32:51: eine krasse Zahl also zwischen zehn und dreißig Prozent haben überhaupt ne feste Arbeit.
00:32:57: Das heißt mindestens siebzig Prozent eher Richtung Neunzig Prozent sind arbeitsloß
00:33:03: oder in geringfügigen
00:33:05: Bezahlen.
00:33:06: Job unterwegs.
00:33:08: Ganz
00:33:08: kurge Menschen.
00:33:09: Und wenn es gelingt das zu ändern, dass viel mehr Menschen in Arbeit kommen.
00:33:14: Was würde die Gesellschaft dadurch gewinnen?
00:33:22: Klingt jetzt hier wie so ein Klischeesatz.
00:33:24: aber ich mag einfach Vielfalt und unterschiedliche Sachen und es ist auch einerseits... Ich zieh's ja auch wieder von der anderen Seite auf.
00:33:34: Wir müssen nicht alle gut miteinander befreundet sein und wir haben Sympathien und Antipathien.
00:33:38: Aber ich mag es so.
00:33:40: Moment Punkt.
00:33:42: Ich habe mal mit einer Diversity-Beauftragten gesprochen, die hat lange in England gelebt.
00:33:46: Die sagt, die Briten lachen über die Deutschen wie hier über Diversity und auch Neurodiversity geredet wird.
00:33:53: Und über diese Rechtfertigungen und dieses und jenes... Sie hat in den Unternehmen ganz häufig dieses Live and Let Live gesehen und diese Haltung einfach.
00:34:04: Leben lassen?
00:34:04: Ja
00:34:04: das fehlt in Deutschland total.
00:34:08: also Das finde ich.
00:34:10: Davon könnten wir echt eine Schippe mehr haben, die Briten mag ich sowieso.
00:34:13: Mehr Monty Python und alles?
00:34:15: Absolut ja.
00:34:17: Ja.
00:34:17: Monty-Python kann ich unterschreiben.
00:34:21: Vielen Dank!
00:34:22: Wir kommen langsam auf das Ende zu für dieses schöne Gespräch Florian.
00:34:28: Wir haben hier heute einen fest gesetzten Rahmen.
00:34:30: deswegen achte ich etwas strenger auf die Uhr.
00:34:34: was hast du aus der Begegnung jetzt hier für dich mitgenommen?
00:34:40: Das halte ich jetzt klassisch autistisch.
00:34:42: Fragt mich das bitte noch mal in ein paar Tagen nicht?
00:34:45: Lass es erst einmal sacken!
00:34:47: Dann schreibst du mir das und dann machen wir einfach dazu einen Post auf unserem Instagram-Kanal, das finde ich gut.
00:34:56: Erstmal sacken lassen ist vielleicht auch für den Job eine ganz wichtige Kiste.
00:35:00: Nicht sofort immer ein Feedback wollen sondern schreibts mir einfach in ein Paar Tage.
00:35:05: Bin ich gut.
00:35:06: Also würdest du es lieber schreiben als Sprachnachricht schicken?
00:35:09: Ja, da bin ich... Das geht alles.
00:35:12: Aber ich
00:35:12: merke... Au ja!
00:35:13: Schick uns eine Sprach Nachricht.
00:35:15: Weil...?
00:35:16: Dann können wir das schön posten und dann hören wir nochmal deine Stimme.
00:35:20: Hallo!
00:35:21: Ich wollte euch was sagen.
00:35:23: Das könnte noch so ein Nachsatz im eigentlichen Podcast sein.
00:35:27: Hier war noch das...
00:35:29: Find ich eine gute Idee.
00:35:30: Macht
00:35:30: mir ein bisschen Druck, aber find ich ne gute Idee!
00:35:33: Also
00:35:35: euch vielen Dank fürs Zuhören hier und unseren Hörerinnen und Hörern auch.
00:35:39: Dieser Podcast kommt am achtundzwanzigsten April heraus dann könnt ihr ihn überall streamen wo es Podcast gibt.
00:35:45: Danke schön!
00:35:56: Weitere Infos und Links zu dieser Folge findet ihr auf unserer Seite spektrakulär.de.
00:36:25: Ich wollte euch noch erzählen, was ich aus
00:36:31: Bremen und von dem Abend mitgenommen habe.
00:36:35: Dass es mir einfach ganz persönlich
00:36:38: gut tut im Austausch zu sein... ...ich engagierten Menschen begegne die im Spektrum sind und die nicht im Speektrum sind.
00:36:51: Die Rückmeldungen, die ich bekomme wenn Menschen sich gesehen fühlen und nicht alleine fühlen, denn genau diesem Weg habe ich auch gemacht.
00:37:06: Das Thema
00:37:06: Gemeinschaft ist
00:37:07: einfach ganz wichtig für mich geworden.
00:37:11: Eine Gemeinsschaft in der es auch okay ist mit seinen Macken und Marotten einfach angenommen zu sein und wenn man sich zurückzieht das ist auch ok aber diese Zugehörigkeit bringt mir sehr viel.
00:37:27: Wenn ich das dann am Ende von solchen Veranstaltungen höre bei anderen, freut mich das total.
00:37:35: Ich hoffe es war verständlich und noch mal danke für die Einladung!
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